Natrum aceticum — Natrum carbonicum crudum. 507
Kalkerde befreiter Weinstein 5 Pfd., oder so viel, dass das Natron bei-nahe neutralisirt werde, hinzugesetzt, dann die Aufl. filtrirt u. kryslal-lisirt. Es seien grosse, weisse, durchscheinende Kryslalle, die an derLuft nicht verwittern, in 2 Th. Wasser löslich, von mildem, salzigem Ge-schmack u. frei von metallischen Verunreinigungen. — Es wurde zuerst1672 v. Peter Seignette, Apotheker zu Rochelle, entdeckt. Es be-steht aus: 16,60 Kali, 11,18 Natron, 47,00 Weinsaure u. 25,22 Wasser.Prüfung: Aq, hydrosulph. u. Liqu. Amnion, hydrosulph. verräth:Metallbeimischungen durch eine Färbung;— fiatrum phosphoric.— Kalk durch eine Trübung; — Baryt, mur, = Schwefelsäure(schwefeis. Alkali) durch eine Trübung.
Satrum aceticum, essigsaures Natron. ( Terra foliata Tartaricrystallisata, krystallisirte blättrige Weinsleinerde. Acetas natricus cumaqua.) Roher farbloser Essig 30 Pfd. werden mit 4 Pfd. rohem kohlens. Na-tron, od. so viel als nöthig ist, gesättigt, die Flüssigkeit durch Abdampfen con-centr. u. in Kryslalle gebracht, u. zwar so lange, als nur wenig gefärbteKryslalle erhallen werden. Die dann noch übrige Flüssigkeil kann durchAbdampfen bis zur Trockne u. Schmelzen u. dann durch Auflösen in Wasseru. Krystallisiren wieder gebraucht werden. Die erhaltenen Kryslalle wer-den durch wiederholtes Krystallisiren gereinigt, abgewaschen, getrocknetu. in einem gut verschlossenen Gefässe aufbewahrt. Es müssen weisse,durchsichtige, an der Luft wenig verwitternde, in 3 Th. Wasser u. in20 Th. höchst rect. Weingeist lösliche, von metallischen Verunreinigun-gen gänzlich u. von den in kohlens. Natron vorkommenden fremdarti-gen Salzen (Spuren von kohlens. u. schwefeis. Natron u. Chlornatrium)so viel als möglich freie Kryslalle sein. Baron soll es anfänglich im18. Jahrhundert zuerst dargestellt haben. Es best, aus: 22,91 Natron,37,57 Essigs, u. 39,52 Wasser (1 AI. Essigs., 1 AI. Natr. u. 6 AI. Was-ser). Prüfung'. Aq. hydros. u. Liqu. Amin, hydrosulph. verräth.'metallische Verunreinigungen;— Argent. acetic.— Unterschwe-feligsaures Natron durch einen anfangs gelblichen, hernach schwar-zen Niederschlag.
Natrum carbonicum acidulum, säuerliches kohlensaures Natron.(Matrum bicarbonicum. Bicarbonas natricus c. aqua , doppelt od. zwei-fach kohlens. Natron.) Weisse, rindenarlige Stücke, die all der Luftnicht verwittern, mild vou Geschmack, in 13 Th. Wasser, nicht in Wein-geist löslich. Wird in chemischen Fabriken bereilet. Zu verwer-fen Ist durch Metalle verunreinigtes u. solches, dem kohlens. u. schwe-feis. Natron u. Chlornatrium beigemengt ist. Von Val. Rose zuerstdargestellt, wird es bereitet, indem man durch eine Aufl. von kohlens.Natron in 2 Th. Wasser anhallend einen Slrom von Kohlensäuregas lei-tet, wodurch das neutrale kohlens. Natron noch so viel Kohlensäure auf-nimmt, als es vermag. Es besteht aus: 37 Natron, 49 Kohlens. u. 14Wasser. Prüfung: Magnet, sulph. verräth: durch eine Trübungeinfach kohlens. Natron;-— Aqu. hydrosulph. u. Liqu. Amnion,hydrosulph. = durch eine Farbenveränderung metallische Beimi-schungen, z. B. Blei, Eisen elc.; — Baryt, mur, = Schwefel-säure durch eine Trübung in der mit Salpetersäure übersättigten Auflö-sung. — Argent. nitric. = Chlor (Chlornalrium). — Zusammen-reiben mit Calcur. usta = Ammoniak.
Natrum carbonicum crudum, rohes kohlens. Natron. ( Sal So-dae crudus, rohes Sodaöalz. Alkali minerale crudum , rohes mineraü-