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3 (1850) L - Z
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Zucker.

ter die Verbindung des Zuckers mit dem Chlornatrium (Compt. rend.,1838, 232).

Krümelzucker, Traubenzucker, Starkezucker, Harn-ruhrzucker, Glucose, C 12 H 14 O ti (krystallisirt), C li U li O lfL(wasserfrei). — Dieser Zucker findet sich in der Natur häufiger, alsder Rohrzucker, weil die meisten Pflanzensäfte, in welchen Zuckervorkommt, organische Säuren enthalten, welche die Umbildung desvielleicht ursprünglich vorhandenen Rohrzuckers in Krümelzucker ver-anlasst haben. Auf diese Weise ist er in den süssen Früchten nebenFruchtzucker entstanden. Der Krümelzucker findet sich ferner zu-weilen in trocknen Sommern an den obern Flächen der Blätter ge-wisser Bäume (Langlois, Journ. f. prakt. Chem. XXIX. 444). Erfindet sich im Honig; da der Neclar der Blumen, welcher vorzüglichzur Nahrung der Bienen dient, Rohrzucker enthält, so muss die Um-wandlung desselben in Krümelzucker in dem Körper der Bienen vorsich gehen. Er findet sich ausserdem im Harn der Havnruhrkrankenund bildet sich durch Behandlung von Stärke, Holzfaser, Milchzucker,Inulin und Gummi mit verdünnter Schwefelsäure, oder aus demStärkemehl und Malz oder Diastase. Nach Magendie (Pharm.Centralblatt, 1846, 926) soll sich auch im normalen Blute Krümel-zucker finden.

Eigenschaften. Der Krümelzucker erscheint gewöhnlichin kleinen weissen oder gelblichen Körnern; durch langsames Ver-dunsten einer alkoholischen Lösung erhallen, erscheint derselbein harten, durchscheinenden vierseitigen Tafeln oder Würfeln. Erlöst sich in 1A Th. kaltem Wasser und in jeder Menge siedendemWasser. Die Auflösung ist minder dickflüssig als die des Rohr-zuckers und auch minder süss. Bei gewöhnlicher Temperatur istder Krümelzucker in Alkohol sehr wenig löslich, bei 25 ° C. wird eraber von 8 Th. Alkohol von 86 pCt., und von 20 Th. absolutem Al-kohol aufgelöst. Gegen 100° schmilzt er und verwandelt sich bei140 ° in Caramel. Das spec. Gewicht des Krümelzuckers = 1,386.Das Drehungsvermögen desselben ist nach MUscnerlich (sieheLehrb. 1. 366) = -)- 33 °. Der Krümelzucker ist direct gährungsfähig,unter der Einwirkung des Ferments zerfällt er in Alkohol und Koh-lensaure (2C 4 FI G 0 2 +4 CO z = C 12 H 12 0 12 ). Nach Garolles(Journ. f. prakt. Chem. XXXIH. 452) soll der Rohrzucker bei Gegen-wart von Ferment in Traubenzucker und Milchsäure:

fi <k H 2 ȣ2* + ^18^ 1 8^18 + ^G H B Q 6

Rohrzucker Krümelzucker Milchsäureund dann erst in Alkohol und Kohlensäure zerfallen :

Bei hoher Temperatur verhält sich der Krümelzucker wie der Rohr-zucker. Wenn man Krümelzuckerlösung mit Bleisuperoxyd kocht,so bildet sich basisch ameisensaures und kohlensaures Bleioxyd *.„ . at tt n / 2 Aeq. Ameisensäure C.H, 0 ß

AAeq. Zucker C G H fi O e 2 ' KohleD säure C ) O

8 ., Sauerstoff O .

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Wasser

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