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WlSMUTH.
Glanz, indem sich auf der Oberfläche des Metalles ein feines Häut-chen von Schwefelwismuth bildet. Vom Wasser wird es selbst beihöherer Temperatur nicht verändert. Es besitzt endlich in hohemGrade die Eigenschaft, zu krystallisiren.
Die Oxydationsstufen desWismuths sind:Wismuthoxydul(Z?i 2 0?),Wismuthoxyd Bi i 0 3 , Wismuthhyperoxyd Bi0 2 und WismuthsäureBi z 0 5 .
Das Wismuthoxydul soll sich bilden, wenn man Wismuth bisauf wenige Grade über dessen Schmelzpunkt erhitzt, ferner, wennbasisch salpetersaures Wismuthoxyd mit Zinncblorür im Ueberschussein verschlossenen Gefässen digerirt wird. Es ist ein schwarzes Pul-ver, das sich entzünden lässt, sich in siedender Chlorwasserstoffsäurelöst und durch verdünnte Salpetersäure in Metall und Oxyd zerfällt.Nach Mitscherlich (Lehrb. d. Chem. II. 423) erhält man das Oxydulmit Phosphorsäure verbunden, wenn man Wismuthoxyd in Phosphorsalzauflöst und das Glas einiae Zeit lana der reducirenden Flamme aussetzt.
Wismuthoxyd, Bi z 0 3 = 2930,3 (in 100 Theilen aus 89,87Wismuth und 10,13 Sauerstoff), findet sich natürlich als Hauptbe-standiheil des Wismuthockers, und wird künstlich erhallen, indemman basisch salpetersaures Wismuthoxyd glüht. Es ist ein strohgel-bes Pulver, das beim Erhitzen roth wird und bei höherer Tempera-tur zu einem dunkelbraunen Glase schmilzt. Man findet häufig inden Lehrbüchern angegeben, dass, wenn das Wismuthoxyd sich amSonnenlichte schwärzt, dasselbe silberhaltig sein soll; Wagner fandaber, dass auch reines Wismuthoxyd diese Eigenschaft zeigt. Seinspec. Gew. == 8,17. Wenn man eine Lösung von salpetersauremWismuthoxyd in Kali- oder Natronlösung giesst und damit bei 70°digerirt, so erhät man einen weissen Niederschlag, Bi % 0 3 + E % O,der beim Abdampfen mit Kali sein Wasser abgiebt und gelb wird.Das Wismuthoxyd (verbindet sich mit Säuren zu farblosen Salzen,sie zersetzen sich durch Glühen an der Luft und haben die charak-teristische Eigenschaft, sich in Berührung mit Wasser in saure undbasische Salze zu zersetzen, s. salpetersaures Wismuthoxyd.Die Gegenwart des Wismuthoxydes in Flüssigkeiten erkennt mandaran, dass dieselben auf Zusatz von Wasser sich trüben, durchSchwefelwasserstoff schwarz, durch Ferrocyankalium, ätzende Alka-lien und kohlensaures Natron weiss gefällt werden. KohlensauresAmmoniak erzeugt einen weissen, im Ueberschusse löslichen Nieder-schlag. Auf der Kohle mit Soda vor dem Lölhrohr werden sieschnell zu Wismuthkörnern reducirt, die bei fortgesetztem Blasensich nach und nach verflüchtigen und die Kohle mit strohgelbemOxyde beschlagen.
Wismuthhyperoxyd, Bi0 2 = 1530,3 (in 100 Theilen aus86,93 Wismuth und 13,06 Sauerstoff), wird durch Behandeln desOxydes mit unterchlorigsaurem Natron oder Kali in der Siedehitzedargestellt. Es scheidet sich ein ockergelber Körper ab, der mit sal-petersäurehaltigem Wasser ausgewaschen wird, wobei das Hyperoxydals schwarzbraune Masse zurückbleibt. Es wird durch Säuren leichtzersetzt.
Wismuthsäure, B% % 0 5 = 3130,3. Wenn man in eine concen-trirte siedende Lösung von Kali, in welcher sich frisch gefälltes Wis-