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Ulminsubstanzen. Ultkamamn.
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längere Zeit mit verdünnter Säure bei Zutritt der Luft kocht, so ge-hen sie in Huminsubstanzen über:
1 Aeq.Ulminsubstanz C i0 S ls O li _\l Aeq. HuminsubstanzC 40 H t5 O t 5+ 2 Aeq. Sauerstoff_ 0 ^~\1 „ Wasser H 0
^40"lS "16 ' / 4 0"lC"l6'
Durch Alkalien wird die Ulminsubstanz in Ulminsäure zersetzt,wobei 2 Aeq. Wasser ausgeschieden werden. Die Ulminsäure ausZucker C 40 H 14 O 12 erscheint nach dem Fällen als bräunliche Gal-lerte, die sich in reinem Wasser vollständig löst; durch starkes Aus-trocknen verliert die Ulminsäure zum Theil ihre Löslichkeit in Was-ser. Bei Luftzutritt längere Zeit mit Wasser gekocht geht die Ulmin-säure in Huminsäure über:
Ulminsäure Huminsäure
Es bildet sich hierbei jedoch auch etwas Humin. Durch concenlrirteSalpetersäure wird die Ulminsäure in Ameisensäure, Oxalsäure undquellsatzsaures Ammoniak zersetzt. Mit Chlorgas bildet die Ulmin-säure zuerst Huminsäure und dann Chlorhuminsäure.
Die Ulmate. Wenn man zu einer Lösung von ulminsauremAmmoniak die Lösung eines Metallsalzes setzt, so entsteht ein Nie-derschlag, der meist eine Doppel Verbindung von ulminsaurem Am-moniak und ulminsaurem Metalloxyd ist,
Ulm in. Das Ulmin bleibt zurück, wenn die Ulminsubstanzenmit Alkalien behandelt werden; es ist in Wasser, Säuren und Alka-lien unlöslich; es hat die Formel C 40 H 1G O 14 . Bei Zutritt der Luftgeht das Ulmin in Humin über, denn:
Sä5j<u2l* + 20=z ^j&l2i" +e0 -
Ülmin Humin
Jn dem Torfe ist die Ulminsäure an Ammoniak gebunden; sie hat dieFormel C 40 H 14 0 12 + 4H 0; das Ammoniaksalz '^„H,, O^^ff^ 0+ 3H0. Die Ulminsäure aus Holzfaser wird nach Peligot (Journ.f. pr. Chem. XVIII. 188) durch Behandeln von Holz mit Aetzkali dar-gestellt; sie hat die Formel C 21 H 14 0 6 . — Von den Huminsubstan-zen unterscheiden sich die Ulminsubstanzen, dass die letzteren braun,die ersteren schwärzlich sind. Verdünnte Säuren sind auf Huminund Huminsäure ohne Einwirkung, Ulminsubstanzen werden aberunter Aufnahme von Sauerstoff in Humin und Huminsäure verwan-delt. Die Farbe des ulminsauren Ammoniaks ist im gallertartigenZustande röthlich, die des huminsauren dunkelschwarz, die des ge'in-sauren rölhlichschwarz. S. d. Art. Humussäure, Quellsäure,Quellsatzsäure, und vergleiche Löwig's Ghem. d. organ. Verb.I. 464; Liebig's organ. Chem. 672. R. Wgr.
Ultramarin. Schon seit langer Zeit wurde die blaue Varie-tät des dodekaedrischen Amphigenspathes, der Lazulith (s. d. Art.),zur Verfertigung der unter dem Namen des Ultramarins bekanntenblauen Farbe benutzt; zu diesem Zwecke wurde das Mineral behufsdes Pulverns geglüht, mit Wasser abgeschreckt und das Pulver miteinem schmelzenden Teige aus Harz, Wachs und Leinöl vereinigt.
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