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TunGir. Turmalin.
scn von braunrothem bis ziegelrothem Strich, flachmuscbligem Bruch,von Apatilbärle und dem spec. Gew. 3,54 — 3,74, mit Kieselsäure,Kupferoxyd u. s. w. verunreinigt, sich auf Kupfergruben unweit Bo-guslaw am Ural findet. (Journ. f. pr. Chem. XXXIII. 96.) Z.
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Turmalin krystallisirt im (3 + 1) axigen Systeme. Die Grund-form ist ein Rbomboeder, dessen Polkanten 132° —134° messen.Die Grundform kommt mit abgestumpften Polkanten verbunden miteiner (3 + 1) axigen Säule als die gewöhnlichste Combination vor.Die Turmalinkrystalle zeigen die Eigenthümlichkeit, dass sie nur aneinem Ende ausgebildet erscheinen, d. h. dem sogenannten Hemimor-phismus unterliegen; in Folge davon erscheint auch die sechsseiligeSäule nur mit dreien ihrer Flächen ausgebildet, d. i. als trigonalesPrisma. Die Flächen dieser dreiseitigen Säuie erscheinen stark ge-krümmt und vertical gestreift. Spaltbarkeit findet nur unvollkommennach der Grundform und nach der durch den Hemimorphismus un-veränderten sechsseitigen Säule von diagonaler Flächenstellung statt.Die Krystalle erscheinen einzeln aufgewachsen, oder unter einanderverwachsen, sind in der Regel schwarz, auch grün, braun, roth ge-färbt, selten wasserhell, glasglänzend und durchscheinend, habeneine Härte von 7— 7,5, ein spec. Gew. von 3,0—3. Durch Erwär-men werden sie polarelectrisch. Was die chemische Zusammen-setzung der Turmaline betrifft, so besteht er wesentlich aus Kiesel-säure, Borsäure, Thonerde, Eisenoxyd, Manganoxyd, Kalkerde, Talk-erde, Kali, Natron und Lithion, aber die zahlreichen davon angestell-ten Analysen konnten nicht zur Aufstellung einer gemeinsamen For-mel für die verschiedenen Turmaline. oder auch nur zur Festsetzungeiniger mit bestimmter chemischer Zusammensetzung versehenenSubspecies führen. Man unterschied nach der vorherrschenden ein-atomigen Basis Kaliturmaline, Natronturmaline, Lilhionlurmaline undMagnesiaturmaline, ohne dass man jedoch innerhalb der Grenzen die-ser Varietäten eine bestimmte chemische Zusammensetzung nachwei-sen konnle. In allen diesen Varietäten zusammengenommen schwankteder Gehalt an Kieselsäure zwischen 35 — 44pCt., an Borsäure zwi-schen 1—9 pCt. u.s. w. (Eine vollständige Uebersicht dieser Ana-lysen findet man in Gmelin's Handbuch der Chemie und in Ram-melsberg's Handwörterbuch des chemischen Theils der Mineral.)Herrmann gelangte aus vielen von ihm angestellten Analysenzu dem Resultate, den Turmalin in drei auch durch optisches Verhal-ten verschiedene Subspecies zu zerfallen, und berechnete dafür dieFormeln, indem er in der Borsäure, sowie in der Kieselsäure zweiAtome Sauerstoff annahm und die von ihm gefundene Kohlensäureals isomorph mit Borsäure betrachtete, und zwar für die Varietät
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