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Rl'THENIDM. Rum.
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denen des Iridium gleich, man kennt das Rutheniumoxydul RuO,des Sesquioxyd Ru' 1 O 3 , des Oxyd Ru O 2 und die Ruthenium-säure Ru O 3 .
Das Rutheniumoxydul wird erhalten, wenn man Ruthenium-ohlorür mit kohlensaurem Natron mengt, das Gemenge in einer At-mosphäre von Kohlensäure stark glüht und die geglühte Masse mitWasser auswäscht. Das Oxydul bleibt als schwarzgraues, in Säurenunlösliches Pulver zurück.
Das Sesquioxyd wird als wasserfreies durch anhaltendes Glü-hen des feingeriebenen Metalls oder als Hydrat durch Fällen derLösung des Rütheniumsesquichlorürs mit reinem oder kohlensauremNatron dargestellt. Als Hydrat löst es sich in Säuren mit gelberFarbe aber nicht in überschüssigem Alkali.
Das Oxyd gewinnt man wasserfrei durch Glühen des künstlichdargestellten Schwefelrutheniums, es ist von schwarzgrauer Farbeund in Säuren unlöslich; das Hydrat bildet sich durch Erhitzen derLösung des Chlorides mit etwas Kali, es löst sich in Säuren mitgelber Farbe.
Die Rutheniumsäure ist in isolirtem Zustande noch unbekannt,sie bildet sich durch Auflösen des Sesquioxyds in Chlorwasserstoff-säure, sie findet sich ferner als basisch rutheniumsaures Kali inder Lösung des mit Kali und Salpeter geglühten Metalls. DieseSäure zerlegt sich leicht in Oxyd und Sauerstoff.
Die Chlorverbindungen des Ruthenium sind das Chlorür Ru€1, das man durch Leiten von Chlorgas über glühendes Rutheniumerhält, es ist schwarz, zum Theil krystallinisch uud ist im Wasserund Säuern unlöslich. Das Ruthenium-Sesquichlorür bildet sichdurch Auflösen des Sesquioxyd-Hydrates in Salzsäure, diese Verbin-dung geht mit Chlorkalium und Chlorammonium krystallinische Ver-bindungen ein. Das Rutheniumchlorid existirt isolirt nicht undkommt im Kaliumrutheniumchlorid vor (Mitscherlich's Lehrb. derChem. II. 653, Claus, Journ. f. prakt. Chem. XXXIX. 88, XLII. 364).
R. Wgr.
Rutil krystallisirt im (2 + 1) axigen Systeme und zwar inquadratischen Prismen, die durch ein Quadratoktaeder, dessen Mit-telkante 84°40' misst, begränzt sind. Spaltbarkeit nach den Flächender Säule von normaler und der von diagonaler Flächenstellung voll-kommen. Deutlich ausgebildete Krystalle sind selten; in der Regelerscheint er eingewachsen in dünnsäulenförmigen, haar- oder nadei-förmigen Krystallen, die zu stänglichen Aggregaten verknüpft sind.Oft sind derartige Aggregate, oder auch nadeiförmige, netzartig ver-webte Individuen gegen einander geneigt unter 114°26' in Folgeeiner Zwillingsbildung analog der des Zinnerzes. Mitunter kommt erauch derb und eingesprengt vor. Die Farbe ist in der Regel rothbis braun und schwarz; im Striche gelblichbraun. Härte = 6,0—6,5, spec. Gew. = 4,2— 4,4. Er besteht wesentlich aus Titansäuremit etwas Eisenoxyd, er ist vor dem Löthrohr unschmelzbar, wirdvon Säuren nicht angegriffen, giebt mit Glasflüssen in der Reductions-flamme, besonders bei Zusatz von Zinn ein violettes Glas. Bei An-wesenheit von Eisen wird die Perle roth, doch durch Zinn auchviolett. Er findet sich im Urgebirge der in eruptiven Gesteinen, bei