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2 (1914)
Entstehung
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456
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Die ätherischen öle.

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kompliziert zusammengesetzter Gemische war die Ursache, daßdie Erkenntnis der ätherischen Öle verhältnismäßig langsam fort-schritt, doch ist heute auch diese Frage für die meisten ätherischenÖle glücklich gelöst, womit auch ihre synthetische Darstellungim Zusammenhange steht.

Bleibt ein frisch dargestelltes ätherisches Öl längere Zeit sichselbst überlassen, so sondert es sich gewöhnlich in zwei Teile,deren einer, das, ,Eläopten", flüssig bleibt, während dasStearopten"sich in fester Form ausscheidet. Rascher läßt sich diese Trennungder ätherischen Öle durch Abkühlung erzielen, doch erstarrenmanche ätherische Öle auch vollständig, und zwar mitunter schonbei Temperaturen, die bloß 6 bis 7° unter dem Gefrierpunktedes Wassers liegen; dies ist z. B. beim Anisöl der Fall. Es gibtübrigens auch ätherische öle, die schon bei gewöhnlicher Tempe-rutar feste Substanzen sind, man bezeichnet diese Gruppe alsKamphore" nach dem gewöhnlichen Kampfer, der auch unterdiese Stoffe zu zählen ist. Über die eigentliche Konstitutionder ätherischen Öle lassen uns diese Bezeichnungen jedoch voll-ständig im Unklaren.

Die ätherischen öle sind meistens dünne Flüssigkeiten, derenspezifisches Gewicht innerhalb weiter Grenzen schwankt. DieMehrzahl ist farblos oder nur schwach gelblich gefärbt, einigesind dunkler gelb, wie dasZimtöl und Muskatnußöl, andere rötlich,z. B. Mazisöl, grün, wie das Wermutöl, endlich blau, wie Kamillenöl.

Der Siedepunkt der ätherischen öle liegt ziemlich hoch,er bewegt sich etwa zwischen 150 und 288°. Trotz dieses hohenSiedepunktes sind die ätherischen öle doch sehr flüchtig, ihrDampf bildet mit Luft leicht entzündliche, explosible Gemische.Mit Wasserdämpfen sind die meisten ätherischen öle leicht flüchtigund darauf beruht die Isolierung einer großen Anzahl. In Wassersind sie nur in sehr geringen Mengen löslich, doch genügen dieseSpuren, dem Wasser den angenehmen Geruch mitzuteilen. Mannennt solche Flüssigkeitenaromatisierte Wässer". Dagegen lösensich die ätherischen öle in starkem Alkohol, Schwefelkohlenstoff,Äther, fetten ölen und anderen Stoffen meist sehr leicht aufund man benutzt in einzelnen Fällen dieses Verhalten auch zuihrer Darstellung.

In den Pflanzen und ihren Teilen sind die ätherischen ölemeist nur in sehr geringen Mengen enthalten. Dies und die Um-ständlichkeit der Darstellung mancher Öle bedingt, daß einzelnesenr teuer sind und teuer sein müssen. Anderseits verlockt

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