Verbindungen und unterwirft sie sodann dem Brennen oder be-handelt sie mit Chlorschwefel. Die vulkanisierte Guttaperchazeichnet sich dadurch aus, daß sie bei Temperaturveränderungenihre Zähigkeit und Biegsamkeit beibehält und gegen chemischeEinflüsse fast noch widerstandsfähiger ist als das reine Produkt.Allerdings sind zur Vulkanisation geringere Schwefelmengennötig, meist benützt man jedoch neben Schwefel auch Schwefel-metalle oder vulkanisiert mit Chlorschwefel. Nach einer englischenVorschrift benützt man beispielsweise neben Schwefel auchSchwefelantimon in dem folgenden Verhältnisse:
Guttapercha......48 Gewichtsteile
Schwefel .......1 Gewichtsteil
Schwefelantimon .... 6 Gewichtsteile.
Das Mengen der Körper geschieht in ähnlicher Weise, wie diesbei der Darstellung von Weichgummi beschrieben wurde; dasBrennen wird bei einer zwischen 125 und 150° liegenden Temperaturausgeführt.
Das Vulkanisieren der Guttapercha mit Chlorschwefel geschiehtam einfachsten in der Weise, daß man Guttapercha in Form einersirupdicken Lösung in Schwefelkohlenstoff mit einer Lösungvon Chlorschwefel in Schwefelkohlenstoff mengt. Verwendet mandavon soviel, daß die Menge des Chlorschwefels 10% vom Ge-wichte der Guttapercha beträgt, so erhält man eine Masse, dieselbst bei 100° nicht mehr weich wird. In dem Maße, als man dieMenge des Chlorschwefels steigert, nimmt die Härte zu und beietwa 15% Chlorschwefel erhält man eine sehr harte, in ihrensonstigen Eigenschaften dem Hörne gleichende Substanz. Willman Gegenstände mit vulkanisierter Guttapercha überziehen,so verwendet man eine dicke Lösung von Guttapercha in Schwefel-kohlenstoff zum Anstrich und taucht sie dann in eine 5 bis 10%igeLösung von Chlorschwefel in Schwefelkohlenstoff.
Durch Behandlung mit Chloroform und Tierkohle läßt sichGuttapercha auch vollständig bleichen. Die chemischen und phy-sikalischen Eigenschaften werden dadurch nicht verändert.
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