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2 (1914)
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354
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Das Gerben.

durch Walzenpressen zu senden oder mit Zentrifugen zu behan-deln, wodurch das Material bis auf 70% Feuchtigkeit und 2%Gerbstoffgehalt gebracht werden kann; dieses kann dann z. B.sofort mittels Ventilators durch Rohrleitungen dem Heizhausezur Feuerung zugeführt werden. — Auch zur Herstellung vonFußbodenmassen finden extrahierte Quebrachoholzspäne Ver-wendung.

Die auf eine der genannten Arten hergestellten Gerbstoff-brühen, die bis zu 50 Grade Barkometer (1-050 spezifisches Gewicht)messen und etwa 6% „Gerbende Stoffe" gelöst enthalten, bedürfennun vorerst der Konzentration. Das Eindampfen in offenen Pfannenhat durch die damit bedingte große Oxydationsmöglichkeit denNachteil des starken Dunkelfärbens der Brühen. Man verwendetdaher heute fast allgemein die sogenannten Zweikörper-Eindampf-apparate, die unter vermindertem Druck durch Heizung mitAbdampf in bekannter Weise arbeiten. Diese Vorverdampf-apparate konzentrieren die Gerbbrühen aber nur bis zu einemgewissen Grade, und es ist zu beachten, daß dickere Brühensich nur schwierig filtrieren lassen. Das Filtrieren wurde früherhäufig durch Drücken der Lösung über eine Schicht von Filzoder Schwämmen bewerkstelligt; zu diesem Zwecke wird derauf Drahtsieben gelegte Schwamm zusammengedrückt, um seinePoren möglichst zu verdichten, und ein Behälter mit dieser Masse^ dicht ausgefüllt. Die zu filtrierende Lösung läßt man oben ein-strömen und durch die Schwammschicht fließen, worauf sie untenziemlich geklärt abfließt. Eine Verbesserung dieser Filter stelltdas Taylorsche oder Beutelfilter vor, dessen Einrichtung darinbesteht, daß eine größere Anzahl von engen Säcken mit einergemeinsamen Zuleitung verbunden und dicht in Kästen ver-schlossen sind, die mittels Dampfrohren heiß gehalten werden.Durch Einpressen der Lösung in diese Säcke tritt sie geklärt ausihnen und kann den Kästen, worin sie sich ansammelt, jederzeitentnommen werden. Eine geeignetere Vorrichtung ist die Filter-presse, deren Konstruktion ja allgemein bekannt ist. Für dieZwecke der Gerbbrühenfiltration enthält sie zwei durch Kanäleverbundene, gesonderte Abteilungen, das Vorfilter und das Nach-filter. Die Filterplatten des Vorfilters werden mit groben, jenedes Nachfilters mit feinen Tüchern überzogen. Der Eintritt derzu filtrierenden Lösung in das Vorfilter geschieht von unten;die einmal filtrierte Brühe fließt durch einen Kanal in das Nach-filter, in welchem sie auf gleiche Weise das zweite Mal filtriert

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