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2 (1914)
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Chemie der Fette und öle.

1. Fettsäurereihe, Cn H 2 n-{- 0 2 Formel:

Essigsäure............ C 2 H t 0 2

Buttersäure........... C t H s 0 2

Valeriansäure.......... C 5 H 10 0 2

Kapronsäure........... C H 12 0 2

Kaprylsäure........... C 8 H 16 0 2

Kaprinsäure........... C 10 H 20 O 2

Laurinsäure........... C 12 H 2i 0 2

Myristinsäure.......... C 14 H 2S 0 2

Palmitinsäure.......... C 16 H 32 0 2

Stearinsäure........... C^H^O^

Zerotinsäure usf.......... C 2 , H M 0 2

2. Olsäurereihe, Cn H 2 n 2 + 0 2 Formel:

Krotonsäure........... C B H s 0 2

Physetölsäure.......... C 10 H 30 0 2

Ölsäure............. C xs H 3i 0 2

Tiglinsäure........... C 19 H 36 0 2

3. Linolsäurereihe, Cn H 2 n 4 -\- 0 2 Formel:

Linolsäure............ C 18 H 32 0 2

Tanninsäure........... C lg H 32 0 2

Hirseölsäure........... C 18 H 32 0 2

Eleomargarinsäure........ C ls H 32 0 2

Die Anwesenheit gewisser Säuren in den Fetten bedingt imallgemeinen ihre besonderen Eigenschaften. Fette, die bei gewöhn-licher Temperatur fest sind, sind reich an Stearin- und Palmitin-säure, die flüssigen Fette pflanzlichen Ursprunges, die Öle ent-halten vorzugsweise Ölsäure, und in den sogenanntentrocknendenölen" findet sich Linolsäure und Linolensäure vor. Die flüssigenFette aus dem Tierreiche, die Tranarten, enthalten meist Physet-ölsäure.

Die Palmitinsäure findet sich fast in allen Tier- und Pflanzen-fetten, in größter Menge im Palmöle vor und wurde nach diesembenannt. Im reinen Zustande kristallisiert sie in Form kleiner,fettglänzender, schuppenförmiger Kristalle, die sich in Alkoholund Äther lösen und bei 62-6° schmelzen. Den Palmitinsäure-Q'yzerinester, das Palmitin erhält man, indem man Palmöl starkauspreßt, den Preßrückstand wiederholt mit starkem Alkoholauskocht und die hinterbleibende Masse in Äther löst und kristalli-sieren läßt. Das Palmitin bildet schuppenartige, fettig anzu-fühlende Kristalle mit Perlmutterglanz, die bei 64 bis 65° schmelzenund bei 45 bis 47° erstarren.

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