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2 (1914)
Entstehung
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103
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Viskose und Formylzellulose.

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hydrolisicrend auf das Zellulosemolekül wirkt und so zu Zer-setzungen Anlaß gibt.

Nach dem Verfahren der Farbenfabriken vorm. Friedr.Bayer & Co. in Elberfeld wird Formylzellulose aus Zellulosedurch Ameisensäure in Gegenwart von Sulfurylchlorid bzw.Chlorsulfonsäure gewonnen.

Die Internationale Zclluloseester-Oesellschaft m. b. H. inSydowsaue arbeitet nach eigenem Verfahren und auch nach denihr gehörigen Patenten der Vereinigten Glanzstoffabriken-A.-Q.in Elberfeld. Sie ist die einzige Firma, welche diese Produkteherstellt, indem sie von hydratisierter Zellulose ausgeht, wie solchebei der Kunstseidenindustrie abfällt. Diese läßt sich durch Lösenin gewöhnlicher Ameisensäure von 90 bis 95% glatt in Formyl-zellulose überführen. Um jedoch technisch brauchbare Produktezu erhalten, darf man zur Formylierung nur solche Kunstseiden-abfälle benutzen, welche aus Lösungen von Kupferoxydammoniak,Viskose und Nitrozellulose stammen. Alle anderen Zellulose-hydrate geben dünnflüssige, unbrauchbare Lösungen. Der ent-standene Ester ist reines Triformiat.

Die aus ihren Lösungen abgeschiedenen Zelluloseformiate sindweiße Pulver, welche sich in Ameisensäure, Chlorzinklösung,Pyridin, verd. wässeriger Essigsäure und Milchsäure lösen. DieInternationale Zelluloseestergesellschaft benutzt auch noch einindifferentes Lösungsmittel.

Von den Azetylzellulosen unterscheiden sie sich leicht da-durch, daß sie sich im Gegensatz zu diesen in Tetrachloräthannicht lösen. Tetrachloräthan ist nämlich eine dt: 1 letzterwähntenFirma zum Lösen von Zelluloseazetat geschützte Flüssigkeit.

Formylzellulosen werden zu zelluloidartigen Produkten ver-arbeitet, wie Films, Dialysatoren, Gebrauchsgegenständen u. dgl.mehr. Diese Fabrikation hat die bereits erwähnte InternationaleZelluloseestergesellschaft aufgenommen. Nach dem Verfahrendieser Firma wird die Formylzellusole unter Erwärmen in Milch-säure gelöst und die Lösung zum Erkalten gebracht. Nach Ab-destillieren der Ameisensäure bleibt ein zäher, fadenziehender,glasklarer Sirup, der nach dem Erkalten zu einer klaren festenplastischen Lösung an der Luft erstarrt.

Nach einem anderen Verfahren der genannten Firma fälltman die Lösung von Zelluloseformiat durch Amylazetat, Amyl-formiat oder Alkohol oder einem Gemisch von Kohlenwasserstoff

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