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2 (1914)
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geschlossen war, auf diesem Wege einen Hornersatz zu erhalten,zumal das Schrumpfen dieser stark wasserhaltigen Masse rechtunregelmäßig vor sich ging. Man kam erst dadurch dem erstrebtenZiele näher, daß man keineZellulosexanthogenatlösung benutzte,sondern einen möglichst dicken Brei von Viskose.

Zu diesem Zwecke überläßt die Societe francaise de la Viscose— welche Verfahren in Deutschland auch von der Chemischen FabrikHeidenau benutzt werden — das aus Alkalizellulose und Schwefel-kohlenstoff erhaltene Zellulosexanthat 1 bis 2 Tage der Ruhe,wobei es reift, behandelt die körnige Masse etwa eine Stundelang im Knet- und Rührwerk, läßt 24 Stunden stehen und erhälteine gleichförmige Paste von Zcllulosexanthogenat, welche nochzur Entfernung von Blasen durch eine Strangpresse geschicktwird. Dieses Xanthat kommt von der Presse direkt in Röhrenoder Vorlagen, wird hier 24 bis 36 Stunden lang bei etwa 30°getrocknet, wobei es sich zersetzt und reine Zellulose zurück-gebildet wird.

Wesentlich hierbei ist, daß die Erwärmung in geschlossenenGefäßen vor sich geht, wodurch Aufschäumen und Formver-änderung vermieden wird. Dieses Schaumigwerden wird durchVerdunsten des Schwefelkohlenstoffes bewirkt. Durch ein nochgeheim gehaltenes Verfahren der Chemischen Fabrik Heidenauist man in der Lage, auch offene Formen zu benutzen.

Sind nun einwandfreie Formstücke erhalten, so bedarf esnoch der Entfernung der Salze. Dies geschieht in Heidenau insehr kurzer Zeit nach einem ebenfalls noch geheim zu haltendenVerfahren. Im wesentlichen bestehen diese Verfahren in derAnwendung von Wasser.

Die nunmehr aus reiner Zellulose bestehenden, gummiartigweichen Formstückc müssen darauf getrocknet werden. Sie sindderartig empfindlich, daß es schon ein kurzes Liegen an der Luftoder auf nicht ganz ebener Unterlage vollkommen ausschließt,daß beim späteren Trocknen eine gleichmäßige Form erzielt wird.So lag das schwierigste Problem in der Herstellung dieser Produkte,welche übrigens unter dem Namen Mona im Handel sind, in derTrocknung. Diese Trocknung geschieht in geeigneten Vakuum-trockenschränken. Die schließlich erhaltenen Formstücke, wieBlöcke, lassen sich sehr gut bearbeiten, und man kann darausMesserschalen, Toilettegegenstände, Hefte für Werkzeuge, elek-trische Isolationsstücke, Griffe und Außenbekleidungcn von

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