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2 (1914)
Entstehung
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92
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Die Zellulose.

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Die Einrichtung der Kocher nach Ritter-Kellner veranschau-licht Abb. 12. Die Kocher A und B sind aus Eisen verfertigt undmit Blei ausgekleidet, c enthält die Kochlauge, c' frisches Wasser.Das Rohr 4 mit den Abzweigungen 7 und 8 steht mit einem Dampf-kessel und dem Vorratsbehälter für schweflige Säure in Ver-bindung. Beide Kessel arbeiten nach dem Gegcnstromprinzipederart, daß schon einmal mit gebrauchter Lauge gekochtes Holzdann nochmals mit frischer Lauge behandelt wird. Mitunterwerden auch mehrere Kocher hintereinander geschaltet, und dieLauge wird dann auch mehrmals benützt, wodurch eine nochweit bessere Ausnützung der schwefligen Säure erzielt wird.

Man kocht bei einemDrucke von 4 bis 5 Atmo-sphären, entsprechendeiner Temperatur von130°, die Kochdauer be-trägt 18 bis 22 Stunden.

Der fertig gekochteSulfitzeltstoff wird dannweiter verarbeitet, wobeibesonders auf die Ent-fernung von Ästen und

nicht durchgekochtemHolz zu sehen ist, dassich sonst später durchdas Auftreten schwarzerSplitter im Zellstoffe zuerkennen gibt. Schwierig-keiten bereitet nur dieFortschaffung oder Verwertung der Ablaugen, die, in Wasserläufegeleitet, zu deren Verpestung führen würden, da sie großeMengen leicht zersetzlicher Stoffe enthalten. Man hat vorge-schlagen, sie zum Schlichten und Leimen von Papier, in derLederfabrikation, als Bindemittel zur Herstellung von Brikettsund endlich in jüngster Zeit als Düngemittel zu verwenden.

B. Zelluloid.

Durch Behandlung mit einem Gemenge aus konzentrierterSalpetersäure und Schwefelsäure läßt sich Zellulose nitrieren.Die niedren Nitrierungsstufen, die sogenannte Kollodiumwolle, istin Äther löslich und hinterbleibt nach dem Verdunsten des Lösungs-

Abb

Zellulosekocher nach Ritter-Kellner.

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