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2 (1914)
Entstehung
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10 feg Indigoteig, 20%ig,

1-2 feg Zinkstaub,

45 feg gelöschter Ätzkalk,

80100 / Wasser von 5060" Cwerden angesetzt und bilden die Stammküpe, die man nachetwa fünf Stunden in die Färbeküpe überfüllt. Hier wird gleich-zeitig mit soviel Wasser verdünnt, daß die Konzentration desFarbstoffes je nach der zu erzielenden Nuance O'l bis 0-3% beträgt.In dieser Küpe ist saures und neutrales Indigoweiß enthalten,sie wird viel zum Färben von Baumwolle, jedoch nicht von Wolleverwendet, weil durch den Kalk ihr Griff hart wird. An Stelleder Zinkküpe wird vielfach die Hydrosulfitküpe verwendet, ebensodie Ferrosalfatküpe, die im wesentlichen aus gebranntem Kalkund Eisenvitriol besteht. Es scheidet sich Ferrohydroxyd aus,das das Indigotin reduziert.

Die Gärungskiipe wird fast nur mehr in überseeischen Länderngebraucht. Nach den Angaben der Badischen Anilin- und Soda-fabrik wird sie für Wolle folgendermaßen bereitet:

Wasser............8000 /

Indigoteig, 20% ig....... 12 feg

Waid............. 25

Kleie ............. 20

Krapp............ 15 ,,

Kalzinierte Soda........ 8 ,,

Kalk............. 3

Diese Bestandteile werden in das auf 60" erwärmte Wassereingetragen, die Reduktion zu Indigoweiß findet in der Gärungs-küpe durch die Tätigkeit von Mikroorganismen statt, die sichimKugelwaid", der aus zusammengerollten Waidblättern besteht,vorfinden. Die Verküpung ist erst nach 2 bis 3 Tagen beendet;um diesen Zeitverlust zu vermeiden, erzeugen die Höchster Farb-werke unter der MarkeIndigoweiß MLBW" ein pastenförmigesIndigoweiß, das sich sehr rasch in der alkalischen Gärungsküpezu lösen vermag.

Im Zeugdruck wird der Indigo in verschiedener Weise ver-wendet. Der direkte Druck wird nach dem Verfahren von Schlieperund Baum derart ausgeführt, daß der mit Natronlauge verriebeneIndigo auf ein mit Traubenzucker vorbehandeltes Zeug gedrucktwird, worauf man es trocknet und dämpft. Es entsteht durchReduktion Indigoweißnatrium, das in die Faser eindringt. Das

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