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2 (1914)
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Das Färben.

farbigem Grunde. Man bezeichnet solche Ware als Tanninätz- oder Laugeartikel.

e) Färben mit Küpenfarbstoffen.

Der wichtigste Küpenfarbstoff ist der Indigo. Seine Anwen-dung in der Färberei beruht auf seiner Überführbarkeit durchReduktionsmittel in Indigoweiß, das in alkalischen Flüssigkeitenlöslich ist, eine solche Lösung wird als Indigoküpe bezeichnet.Das Indigoweiß lagert sich auf der Faser ab; wird es der Luftausgesetzt, so oxydiert es der Sauerstoff, wobei es durch Grünin Blau übergeht. Man bezeichnet diese Erscheinung auch alsVergrünen". Indigo dient zum Färben von Baumwolle, Wolleund Seide.

Die Mittel, die man zur Reduktion des Indigos benutzt, sindverschieden. Sie können einerseits durch einen Gärungsvorgang(Gärungsküpe) geschehen, anderseits durch naszierenden Wasser-stoff (Zinkstaubküpe) oder durch sonstige Reduktionsmittel, wiez. B. Eisenvitriol (Vitriolküpe).

Das Färben mit Indigo ist seit Einführung des künstlichenFarbstoffes durch die Badische Anilin- und Sodafabrik im Jahre1897 wesentlich vereinfacht worden. Denn an die Stelle desPflanzenindigos mit seinem schwankenden und nur schwierigund unsicher zu ermittelndem Gehalte an reinem Indigo tratnun ein vollkommen gleichförmiges Präparat mit genau bekanntemGehalte. Als im Jahre 1901 auch die Höchster Farbwerke künst-lichen Indigo in den Handel brachten, sank der Preis noch weiter,und endlich sind die mit künstlichem Indigo zu erzielenden Fär-bungen reintöniger, als die mit natürlichem erzeugten, weil dernatürliche Indigo Stoffe enthält, die dem künstlichen fehlen.Da endlich der künstliche Indigo schon im Zustande feiner Ver-teilung und der denkbar größten Gleichmäßigkeit geliefertwird, entfällt auch das früher nötige umständliche Zerreibender Masse.

Für das synthetisch dargestellte, gleichmäßige Produkt konnteauch die Zusammensetzung und Wirkung der Küpen genau er-mittelt und vorgeschrieben werden, ferner gelang es auch, ver-besserte Verfahren zur Herstellung der Küpen aufzufinden. Soempfiehlt beispielsweise die Badische Anilin- und Sodafabrik zuLudwigshafen a. Rh. für ihr Indigorein B. A. S. F. die folgendeZinkstaubküpe:

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