Druckschrift 
2 (1914)
Entstehung
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72
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Das Färben.

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immer wiederholenden Mustern aufgedruckt und dann in geeig-neter Weise fixiert wird. Unter „Klotzen" oder „Pflatschen"versteht man jenes Verfahren, wobei Gewebe ihrer vollen Breitenach in der Pflatschmaschine auf einer oder beiden Seiten mitLösungen von Farben oder Beizen behandelt werden. Vom Zeug-drucke unterscheidet es sich dadurch, daß gleichmäßige, glatteFärbungen hergestellt werden.

Ursprünglich wurde die Färberei ausschließlich mit Hand-arbeit betrieben, jetzt benützt man besondere Maschinen zudiesem Zwecke, wodurch die Arbeit nicht nur vereinfacht undverbilligt wird, sondern sich auch ein gleichmäßigeres Produkterzielen läßt. Als ein Beispiel dieser Art führen wir die Jiggers-

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Abb. 10. .Jigger, gebaut von C. Q. Hauboldt jr. in Chemnitz.

Färbemaschinen oder kurzweg „Jigger" genannt an, mit derenAnwendung auch der große Vorteil verbunden ist, daß sie weitweniger Farbstofflösung („Flotte") erfordern. Abb. 10 zeigt solcheinen Jigger, gebaut von C. G. Hauboldt jr. in Chemnitz.

Die Jiggers dienen hauptsächlich zum Breitfärben von Baum-woll-, Halbwoll- und Halbseidenwaren, werden jedoch auch zumWaschen und Säuern verwendet. Das zu färbende Gewebe wickeltsich von einer Walze ab, wird über Leitwalzen durch einen mitFarbflotte angefüllten Kasten geführt und dann wieder aufgerollt.Um dem Gewebe eine gewisse Spannung zu geben, wird die Ab-wickelwalze gebremst. Ab- und Aufwickelwalze sind mit Vor-und Rückwärtsgang eingerichtet, weil das Durchfärben der Gewebegewöhnlich mehrmals wiederholt werden muß.

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