Die Teerfarbstoffe.
erwähnt, sind Radikale im freien Zustande nicht existenzfähig,doch können sie sich untereinander verbinden. Treten beispiels-weise zwei Methylgruppen zusammen, so entsteht ein neuer Kohlen-wasserstoff, das Aethan, wobei sich die beiden freien Valenzender Kohlenstoffatome gegenseitig sättigen:
C — C
H" ^H
Ebenso können sich zwei und auch drei Valenzen des Kohlen-stoffes gegenseitig sättigen. Beispiele dieser Art sind das ÄthylenC 2 H i und das Azetylen C 2 H 2 :
,C=C^ H — C*=C—H
H' .. //
Ätylen Azetylen.
Die Formel des Benzols lautet C 6 H 6 , es sind also 6 AtomeKohlenstoff mit 6 Atomen Wasserstoff verbunden. Das Benzolist eine gesättigte Verbindung, die keine freien Valenzen enthält.Von den in seinem Molekül vorhandenen 24 Valenzen des Kohlen-stoffes sind daher nur 6 durch ebensoviel einwertige Wasserstoff-atome gesättigt und 18 Valenzen müssen gegenseitig gebunden sein.Dies läßt sich am einfachsten durch die von A. Kekuk im Jahre 1865aufgestellte Benzolfonnel mit ringförmiger Bindung darstellen,worin die Kohlenstoffatome untereinander abwechselnd durcheine und zwei Valenzen verbunden sind, derart, daß die freiblei-bende vierte Valenz das Wasserstoffatom trägt:
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1Genau so wie im Methan die einzelnen Wasserstoffatomedurch andere Elemente oder Radikale substituiert werden können,ist dies auch im Benzol der Fall. Es entstehen dann die Abkömm-linge oder Derivate des Benzols, die man auch kurz als „aroma-tische Verbindungen" oder als „Verbindungen der aromatischenReihe" bezeichnet.
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