Walnussschalen. Mandelschalen.
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Für den Nachweis der Haselnussschalen in Gewürzpulvernwerden hauptsächlich die beschriebenen drei Hauptformen derSteinzellen, die Stücke der kleinzelligen Epidermis, even-tuell mit Haaren und diese selbst als Anhaltspunkte dienen.
Der Aschengehalt gepulverter Haselnussschalen wurde mit 1'05% (0'08%Saud) ermittelt.
13. Walnussschalen. Die gepulverte Steinschale der
Walnuss (pag. 235), gelbbräunlich, mit
Kalilange
gelbbraun.
mit Eisenchlorid in zahlreichen Partikelchen schwarzbraun, be-steht unter dem Mikroskope fast nur aus Steinzellen, ihrenFragmenten und Complexen. Die Hauptmasse bilden Bruchstücke,eigenthiimlich dicht buchtig-faltiger Steinzellen von ver-schiedenem Grade der Verdickung bis zum Verschwinden desLumens. Die meisten zeigen ein weites Lumen mit stumpfen, oftgefalteten oder faltig-buchtigen Aussackungen. Ihre massig bisstark verdickte Wand ist dicht getüpfelt und selbst unterWasser grobgeschichtet.
Ganze Zellen sind im Pulver selten; es finden sich fast nur die etwa75—120 ;j- grossen Bruchstücke, dem Körper der Zelle angehörend mit einer bismehreren Ausbuchtungen und Fortsätzen oder blos diese allein. Daneben tretenviel stärker, oft bis zum Verschwinden des Lumens verdickte Steinzellen auf,zum Theil auch buchtig-faltig, mit stumpf-polygonalem Körper und kurzenstumpfen oder gerundeten, oft knorrigen Fortsätzen, von sehr zahlreichen Poren-kanälen dicht gestrichelt und punktirt, in der farblosen Membran grobgeschichtet:seltener Find nicht buchtige, rundliche oder rundlich-eckige, zum Theil etwasgestreckte, oft etwas verbogene kleinere (15—30—45 o.) Steinzellen, die sichsonst wie die vorigen verhalfen.
Die Membran dieser Gewebselemente färbt Naphtylenblau nach der Mace-ration nach Sclitdtze intensiv violett, weniger intensiv jene der weniger starkverdickten, mit weitem Lumen versehenen, zum Theil mehr sklerotischen Zellen.
Zu den Steinzellen gesellen sich noch spärliche dünnwandige,zum Theil wenig grobgetüpfelte Parenchymzellen (30—45 y.) mitbraunem, auf Gerbstoff reagirendem Inhalte, der auch zum Theilneben Luft in vielen Steinzellen sich findet, hie und da Fragmenteenger Spiralgefässe und einzelne oder in Reihen gestellte kleinedünnwandige Zellen mit je einem Einzelkrystall von Kalkoxalat(Kammerfasern angehörend).
Der Aschengehalt wurde mit 0-92% (0-04% Sand) bestimmt.
14. Mandelschalen. Die gepulverten Steinschalen derMandelfrüchte (pag. 237) sind einigemale als Beimengung vonGewürzpulvern beobachtet worden.
Unter dem Mikroskope besteht das Pulver fast nur ausSteinzellen von verschiedener Form und Grösse. Sie lassen sichauf zwei Haupt formen zurückführen:
aj gestreckte, schmale, spindel-, spatel-, beil-, keil- undkeulenförmige, auch fast walzliche gerade, etwas oder kniefönniggebogene, von 60—150, selbst bis 300 u. Länge (bei 24—36 u.Breite), andererseits auch viel kürzere. Sie sind grösstenteils fastvollständig verdickt mit knien- oder spaltenförmigem Lumen unddicht klein spaltenförmig getüpfelt;