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Die wichtigsten vegetabilischen Nahrungs- und Genussmittel : mit besonderer Berücksichtigung der mikroskopischen Untersuchung auf ihre Echtheit, ihre Verunreinigungen und Verfälschungen ; mit 271 Holzschnitten
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Haselnussschalen.

Steinzellenschicht liegen in regelmässigen Entfernungen am Quer-schnitte kreisrunde Gefässbündel, welche heim Schneiden leichtherausfallen, daher an ihrer Stelle dann Löcher zurückbleiben.Die Hauptmasse des Pulvers bilden Steinzellen von ver-schiedenster Form und Grösse, welche auf drei Hauptformen,entsprechend den drei Steinzellenschichten der Fruchtwand, zurück-zuführen sind.

a) Rundlich-polyedris clie isodiametrische oder etwas gestrecktenicht buchtige, höchstens an den Seiten eingedrückte oder etwas gebogene, birn-und kurz-keulenförmige Steinzellen (aus der äusseren Schicht), sehr dickwandigmit engem oder weitem Lumen, die kleinsten ca. 615, die grösseren 2575 u.lang (1024 [a breit). Ihre farblose oder etwas gelbliche Wand reich an zumTheil verzweigten Porenkanälen, in der Fläche grobpunktirt. Einzeln oder in ver-schieden grossen Gruppen; b) gestreckte, an beiden Enden keilförmig zu-geschärfte, stumpfe oder abgerundete, kurz-spindel- oder keilförmige Steinzellen(aus der mittleren Schicht); viele fast vollkommen verdickt,, höchstens mit ganzschmalem, andere mit weitem Lumen, glattwandig, mit groben aufgerichtetenSpaltentüpfeln, ziemlich gleichmässig 120180u. lang, 21 [j. breit; einzeln odernoch in Complexen; c) untergeordnet bis 90(J- lange, 6075 ;j. breite, in derFläche an den Enden stumpfe oder abgestutzte, an den Seiten grobbuchtige,dickwandige Steinzellen mit weitem Lumen und zum Theil ästigen Porenkanälen.

Alle Steinzellen führen, zum Theil neben Luft, spärliche oder reichlichereMengen eines braunen, auf Gerbstoff (olivenbraun) reagirenden, in Kalilauge mitgelb- oder rothbrauner bis purpurner Farbe sich lösenden Pigments.

Hie und da trifft man einzelne lange (bis 400 ;j.) bastfaser-artige, spaltentüp feiige Elemente, ganz oder in Fragmenten an,auch Stücke enger abrollbarer Spiraltracheen, häufiger blossolche des Spiralbandes, Partien der Fruchtepidermis auskleinen polygonalen Zellen, ab und zu mit einem Haar oder einerringförmigen Iiaarbasis, umgeben von einer Rosette von Epidermis-zellen; auch ganze freiliegende Haare, häufiger ihre Fragmentesind überall im Pulver, wenn auch nur vereinzelt, anzutreffen.Die Haare sind einzellig, gerade, etwas gebogen oder hin- undhergekrümmt, kegelförmig zugespitzt, sehr dickwandig, 60200 [alang, am Grunde 910, höchstens 15 [/- breit. Meist zeigen sie nuram Grunde ein deutliches Lumen mit demselben Inhalte wie dieStein- und Epidermiszellen. Sie haben eine grosse Aehnlichkeitmit den Piment- und Zimmtblütenhaaren*) (pag. 428 u. 381).

Zu diesen Gewebselementen gesellen sich noch in unter-geordnetem Masse Fetzen eines braunwandigen collabirtenParenchyms aus rundlichen oder rundlich-eckigen, dünnwandigenZellen (90 \20\j.). hie und da einschliessend Reste breitgedrückterGefässbündel.

Krystalle von Kalkoxalat sind im Pulver selten. In der noch nicht völligreifen oder gar in der noch grünen Fruchtschale finden sich dagegen zahlreicheKrystallzellen zerstreut im Gewebe aller Schichten einzeln oder in Nestern mitgrossen Einzelkrystallen und grösseren und kleineren Drusen; letztere besondersreichlich im Umfange und in Begleitung (in Kammerfasern) der Gefässbündel.

*) Selbstverständlich werden die Grössenverhältnisse der Haare wie deranderen Gewebselemente nach der Art oder Sorte der Haselnüsse Abweichun-gen zeigen.