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Die wichtigsten vegetabilischen Nahrungs- und Genussmittel : mit besonderer Berücksichtigung der mikroskopischen Untersuchung auf ihre Echtheit, ihre Verunreinigungen und Verfälschungen ; mit 271 Holzschnitten
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Ingwer.

Innenrinde: ganzen Stücken der Baststrahlen mit vielen Siebröhren, mit Paren-chym und meist auch mit Markstrahlen (1,9), Siebröhrenfragmenten, von Paren-chym begleitet (2, 3), erstere theils ofi'en mit Quer- und Netzleisten und fein-getüpfelten Siebplatten, theils colabirt; aus Stücken des Mittelrindenparenchyms(7, 8), häufig mit eingeschlossenen oder anhängenden Secretzellen, resp. Frag-menten solcher, die auch für sich im Pulver zu finden sind (gelbwandig, ohneInhalt oder mit einem gelben Harzklumpen); dazu kommen sehr reichliche isolirteoder in regelmässigen Eeihen zusammenhängende, fast würfelförmige oder polyedri-sche, meist einseitig sehr stark verdickte gelbwandige Steinzellen mit ästigenPorenkanälen und meist sehr deutlicher Schichtung (5 Ph., 1416) aus demPhellodemi, kleinkörnige zusammengesetzte Stärke (19) und ihre häufig polyedri-schen Brnchkörner, sowie sehr zahlreiche grosse niorgenstern- oder rosettenförmigeKalkoxalatkrystalle, freiliegend zwischen den Stärkekörnern etc. und besonders inden Markstrahlen, weniger im Phloemparenchym als Zellinhalt. Bastzellen, meist nurin Fragmenten, sind sehr selten und nur zufällig ein- oder das anderemal zu finden.Chemisches Verhalten. Der weisse Zimmt gibt ca. 0'751°/ 0 einesätherischen Oeles von 0'920935 spec. Gewicht {Schimmel & Co.) ; danebenenthält er ausser Stärke, Harz, Gummi etc. angeblich auch Mannit (8% Meyerund Reiche). Als Gewürz spielt er bei uns eine sehr untergeordnete Eolle.

E, Unterirdische Theile (Wurzelstöcke).

26. Ingwer. Der gewaschene, von den Nebenwurzcln undBlattscheidenresten befreite und einfach in der Sonne getrockneteoder vor der Trocknung durch Schälen von den äusseren Gcwebs-schichten theilweise oder ganz befreite Wurzolstock von Zingiberofficinale Rose, einer aus dem tropischen Asien abstammen-den, in den meisten heissen Gegenden der Erde eultivirten Pflanzeaus der Familie der Zingiberaceae.

Nach seiner Zubereitung unterscheidet man ungeschälten(bedeckten), geschälten oder halbgeschälten, gekalkten undgebleichten Ingwer. Letzterer ist geschälter Ingwer, der vor demTrocknen in Kalkwasser eingelegt, beziehungsweise durch Be-handlung mit Chlorkalk oder schwefeliger Säure gebleicht wurde.

Von den verschiedenen, nach den Productionsländern be-nannten Handelssorten des Ingwers (Bengal-, Cochin-, Jamaika-,afrikanischer, chinesischer Ingwer) findet sich in unserem Handelhauptsächlich nur der Bengal-, Jamaika- und Cochin-Ingwer

vor. Ersterer gehört zu den halb-

die beiden letzteren zu den ganz

geschälten Sorten.

Neben dem Ingwer im getrockneten Zustande kommt auchder frische geschälte, in Zucker eingemachte Wurzelstock derIngwerpflanze (aus China und Westindien) als in manchen Ländernviel gebrauchte und beliebte Conserve im Handel vor.

Im allgemeinen stellt die Handelswaarc bis 1 Dm. lange,mehr oder weniger flach gedrückte, einseitig oder zweiseitig ver-zweigte oder mehr handförmig getheilte Stücke dar. Die Aestesind bald kurz, knollig aufgetrieben, wenig abgeflacht, bald ver-längert, mehr oder weniger plattgedrückt, ca. 1 2 Cm. breit,810 Mm. dick, stumpf, oft nach vorne etwas gekrümmt.