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Cacao, Cacaobohnen.
denc amorphe Base erklärt, die jedoch offenbar ein variables Ge-menge von Basen ist.
Von sonstigen Bestandteilen der Cocablätter sind ein be-sonderer (eisengrünender) Gerbstoff, Cocagerbsäure, ein beson-deres Wachs, Cocawachs und ein Stearopten erwähnenswerth.
Romburg (1895)*) fand in den Blättern von auf Javacultivirter Coca Salicylsäure-Methylester, am reichlichsten in dennoch unentfalteten (0'13%), weniger in den jungen (0"06 bis0'7%), am spärlichsten (höchstens 0'02%) iu den alten Blättern.
Cocain ist übrigens auch in den Blättern von anderen Erythroxylonarten auf-gefunden worden, allerdings in weit geringeren Mengen als in B. Coca. So in jenenvon E. areolatum L., E. ovatum Cav., E. laurifolium, E. monogynum Roxb., einerauf Ceylon wachsenden, in den Blättern dem E. Coca ähnlichen Art.
B. Samen.5. Cacao, Cacaobohnen.
Die getrockneten Samen von Theobroma Cacao L... einemBaume aus der Familie der Sterculiaceen, einheimisch im tropi-schen Amerika, hier und in anderen heissen Gegenden der Erde(in Asien und Afrika) cultivirt.
Zur Gewinnung der Samen werden die einer kantig-furchigenGurke gleichenden, an der Oberfläche gelben, orangen, röthlich-braunen oder rothen reifen Früchte aufgeschnitten oder durch Zer-schlagen der Fruchtschale geöffnet, die dicht in Längsreihen ge-lagerten Samen herausgehoben, mit den Händen oder durch Keibenauf Sieben von dem anhängenden schleimigen Fruchtmuse befreit,mit Wasser vollständig gereinigt und sodann an der Sonne ge-trocknet (Sonnen- oder ungerotteter Cacao), meist aber vor derTrocknung einem Fermentirungsprocesse unterzogen, den man alsRotten des Cacaos bezeichnet und der nach den Broductions-ländern in verschiedener Weise geübt wird.
In Südamerika werden vielfach die Samen in zugedeckten Trögen 24 bis48 Stunden lang aufbewahrt, hierauf drei Tage lang der Sonne ausgesetzt, aufHaufen geschichtet oder in Fässern durch einige Tage in die Erde eingegraben,um schliesslich durch eine abermalige 2—3tägige Besonnung vollkommen ge-trocknet zu werden.
Auf Java kommen die gereinigten Samen in in zwei Reihen aufgemauertecementirte Behälter (Fermentirungskisten), die damit bis zu zwei Drittel gefüllt,mit Pisangblättern bedeckt und mit Steinen beschwert werden. Dabei steigt infolgeder Fermentation der Samen die Temperatur im Innern der Masse bis auf 35 bis40'. Nach 3—8 Tagen werden die so gerotteten Samen abgewaschen und aufflachen Bambustellern in der Sonne oder durch künstliehe Wärme getrocknet.**)
Durch den Brocess des Rottens verlieren die Cacaosamenihren ursprünglich herben und bitteren Geschmack und nehmenin ihrem Inneren eine dunklere Farbe an.
*) Nederl. Tijdschr. voor Pharm.; Bechurts' Jahresber.**) Tschirch, Indische Heil- und Nutzpflanzen.
1895,