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Die wichtigsten vegetabilischen Nahrungs- und Genussmittel : mit besonderer Berücksichtigung der mikroskopischen Untersuchung auf ihre Echtheit, ihre Verunreinigungen und Verfälschungen ; mit 271 Holzschnitten
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Kalmus.

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der Blattscheiden und Blütenschäften befreit, oder auch geschält,das ist auch von den äusseren Gewebsschichten befreit im Handelvor. Als populäres Magenmittel, nach Art der Gewürze, wird aberhauptsächlich nur der mundirte frische, in Zucker eingemachteund dann getrocknete Wurzelstock, in Stücke zerschnitten, ver-kauft, sonst der getrocknete Wurzel-stock zur Herstellung von Schnäpsenund Liqueuren benützt.

Die Stücke des nicht geschälten ge-trockneten Wurzelstockes sind (Fig. 252)verschieden lang, 1l 1 /» Cm. breit,stielrund, grösstenteils aber etwas flach-gedrückt, häufig der Länge nach ge-spalten, leicht, an der Oberseite (A)abwechselnd dreieckige, gegen denRand verbreiterte, etwas vertiefte,bräunliche Blattnarben und längsrunze-lige, röthliche oder olivengrün-bräun-liche Stengelglieder, an den Seiten hieund da grössere Narben des Schaftesoder abgeschnittener Seitenäste, an derUnterseite (B) kleine kreisrunde, ver-tiefte Wurzelnarben zeigend, welche ineinfachen und doppelten, von der Mitteabwechselnd nach den beiden Bändernverlaufenden Bogenreihensind.

Die Stücke des geschälten Kalmus haben meist eine gleichmässig blass-röthliche Farbe. Gewöhnlich sind nur die Wurzelnarben an ihnen bemerkbar.

Der Kalmus besitzt einen angenehmen, eigenartigen aroma-tischen Geruch und einen gewürzhaft-bitteren Geschmack.

Querschnitt (Fig. 253) elliptisch oder kreisrund, blassröth-lich oder röthlichweiss; Binde breit, etwa l / t des Durchmessersdes Querschnittes, gleich dem durch eine feineEndodermislinie von ihr getrennten Kern fastschwammig-porös mit zerstreuten Gefässbündeln.Bau (Fig. 254 bis Fig. 259). Die Ober-fläche des Wurzelstockes ist mit Ausnahme derNarbenstellen von einer Epidermis mit dünnerCuticula bedeckt aus in der Fläche polygonalen,ungleichen, vorwiegend axil etwas gestreckten,an den Seiten knotigen Zellen (2475 [x lang),welche am Querschnitte vierseitig, etwas radial gestreckt (R = 15 bis18[J-, T=912p.) sind, mit dickerer gelber, gewöhnlich etwasvorgewölbter Aussenwand.

An den Blattnarben finden sich Reste der abgestorbenen Blattscheidenund gleichwie an den Wurzelnarben verkorktes, hauptsächlich Luft nebenkrümeligem braunem, auf Gerbstoff reagirenden Massen führendes Parenchvm

Kaimuswurzel A von der Ober-seite, B von der Unterseite, innat. Grösse.

angeordnet

Querschnitt derKalmuswur zel.

Lupcnbild.