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Curcuma.
Die zwischen den Stärkezellen wie im Ingwer zerstreut vor-kommenden Seeret- (Oelharz) zellen (Fig. 251, II u. III 0), etwavon derselben Grösse wie die sie umgebenden, oft um sie strahligangeordneten Parenchymzellen, sind dünnwandig, in ihrer Membrantheilweise verkorkt mit orangegelbem oder braunorangem äthe-rischem Oel oder einen Harzklumpen als Inhalt.
Ursprünglich enthalten sie allein, neben farblosem Oele, den charakteristi-schen gelben Farbstoff, das Curcumin. Infolge des Abbrühens und Trocknensder Knollen diffundirt das letztere in das Gewebe und färbt alle Theile, zumaldas Plasma in den Zellen, gelb.
Mit Kalilauge isolirt sind die Oelzellen sphäroidal: kugelig, elliptisch,gerundet-eckig, oft querbreiter, innerhalb der verkorkten Aussenmembran einengelbbraunen faltigen Innenschlauch mit dem Reste des Secretes enthaltend. Chlorallöst den Inhalt; derselbe erscheint braunroth.
Die Endodermis entspricht fast ganz jener des Ingwers.Ihre keine Stärke führenden dünnwandigen Elemente sind amQuerschnitt tangential gestreckt (T = 45—75 [/., R = 15—30 ja). InChloral und Kalilauge erscheinen die radialen Wände deutlichbräunlich.
Die collateralen Gefässbündel, wie beim Ingwer ander Innenseite der Endodermis gehäuft und seitlich oft ver-schmelzend, sind im allgemeinen wenig umfangreich, enthalteneine Gruppe von engeren und weiten (45—75 ;x), häufig compri-mirten und verbogenen, gelbwandigen Treppen-, Treppen-Netz-,Spiral- und Spiral-Netzgef ässen, begleitet von stellenweise sehr reich-lichen, mit braunem Inhalt gefüllten Pigmentzellen.
Kalilauge färbt Schnitte und Partikelchen des Pulversbraunroth.
Mikroskopische Charakteristik des Curcumapulvers.Das charakteristisch gelbe, gewürzhafte, mit Alkalien braunroth sichfärbende Pulver besteht (Fig. 251) der Hauptsache nach aus isolirten,aus den zertrümmerten Zellen herausgefallenen gelben Kleisterballenvon der Gestalt der Zellen, welche bei Zusatz von Jodsolution sichsofort blau färben und die sonstigen, oben angeführten Eigenschaftenzeigen, aus isolirten Zellen und mehr oder weniger umfangreichenStücken des gelbwandigen Parenchyms (II, III), gefüllt mit solchenKleisterballen und mit eingelagerten zerstreuten Oelharzzellen. Da-zwischen finden sich auch Haufen von aufgequollenen Stärkekörnernund hie und da auch einzelne wohl erhaltene Stärkekörner (VI)von der oben angegebenen Form und Grösse, Stücke gelbwandigerTreppen- und Spiralgefässe (IV), wohl auch ganzer Gefässbündel.
Eine Verfälschung der gepulverten Gelbwurzel mit Polenta-mehl und etwas rothem Sandelholz wurde einmal beobachtet.
Chemisches Verhalten. Die Ausbeute an ätherischem Oel beträgt5-2—5 - 4°/ 0 (spec. Gewicht 094; Schimmel <& Co., 1. c). Von dem gelben Farb-stoff, Curcumin, liefert die Gelbwurzel ca. 1 /a°/o > Sie enthält auch Fett. DerAschengehalt wurde mit 7'9% (0'63% Sand) ermittelt.
28. Kalmus. Der Wurzelstock von Acorus Calamus L.,einer bei uns an Gewässern stellenweise häufig wachsenden Aracee,kommt getrocknet, ungeschält, nur von den Nebenwurzeln, den Pesten