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Die wichtigsten vegetabilischen Nahrungs- und Genussmittel : mit besonderer Berücksichtigung der mikroskopischen Untersuchung auf ihre Echtheit, ihre Verunreinigungen und Verfälschungen ; mit 271 Holzschnitten
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Ingwer.

hmg, wodurch die Verdickungsschichten sehr stark aufquellen, auchoft in derselben Richtung gestreift; das Lumen hin und wiederdurch eine Querwand abgetheilt (gefächert).

In Begleitung der Bastfaserbündel und besonders der Gefässe,deren Wand innig angeschmiegt, finden sich (I III, pgr.) beiallen Ingwersorten in axilen Reihen lange (6090 [/.) und schmale(912 p-) dünnwandige, mit einem orange- bis rothbraunen homo-genen, auf Gerbstoff reagirenden Inhalt erfüllte Zellen (Pigment-zellen). Sie sind den Gefässen so innig angeschmiegt, dass sieoft an der dem Gefässe zugekehrten Längsseite grob-kerbig oderkerbig-gezähnt erscheinen.

Das Stärkemehl des Bengal-Ingwers besteht aus einfachen,nachgedrückten (Dicke ca. 77"5 (*), im allgemeinen 636, meist2432 u, ausnahmsweise bis 45 [J- langen (521 \j- breiten) Körnern.In der Fläche sind diese eiförmig, schief-eiförmig, gerundet 3 4seitig,an einem, dem breiteren Ende, gerundet, am anderen Ende häufig ineine kurze stumpfe Spitze vorgezogen, keilförmig, flach-dachig odergestutzt, seltener in ein Spitzchen ausgesehweift, an den Lang-seiten zuweilen etwas eingezogen, selten nierenförmig oder schief-herzförmig, auf der Seite liegend schmal länglich bis lineal. Diemeisten grösseren pflegen gerundet 34seitig, die kleinen scheiben-rund und gerundet dreiseitig zu sein, oft mit ausgeschweiftenSeiten und gerundetem Grunde. Der kleine, oft undeutliche Kernliegt stark excentrisch, nahe am vorderen Ende; Schichtung inWasser fast an allen grösseren Körnern, jedoch selten deutlich,dicht, flach, excentrisch.

Uebrigens weichen Grösse, vorwiegende Form und das Hervortreten vonKern und Schichtung nach den Sorten vielfach ab.

In der Cochinsorte wurden bald Körner von 320p Länge bei 5 bis10p. Breite und 69 p Dicke, bald solche von 62733 p Länge und 1521p.Breite beobachtet. Es walteten in der Fläche isodiametrische oder nahezu iso-diametrische vor; die gestreckten Formen traten zurück. Weder Kern nochSchichtung waren sichtbar.

Im Jamaika-Ingwer wiegen oft mittelgrosse, gerundet-dreiseitige oder fastscheibenrunde vor von 2428 p, die grössten von 3236 p Länge ohne Kernund ohne Schichtung.

Ganz abweichend von den gewöhnlichen Ingwersorten ist das Stärkemehldes japanischen Ingwers*), dessen Bau sonst im wesentlichen mit jenemdes gewöhnlichen Ingwers übereinstimmt.

Die Stärke besteht hier in den weichen mehligen Stücken aus einfachenund zusammengesetzten Körnern, die grössten von 2130 p Länge bei 1215 pBreite, die meisten 915 p lang, die kleinsten 35 p gross.

Die einfachen Körner sind nachgedrückt, in der Fläche hauptsächlicheiförmig, an einem Ende gestutzt, am anderen, breiteren Ende abgerundet,manche fast regelmässig kreisrund oder an einer Seite abgeflacht, viele auch kurz-gerundet-dreiseitig; Kern excentrisch, an seiner Stelle oft eine Spalte mit zweigegen das flache Ende verlängerten Armen.

Die zusammengesetzten Körner sind besonders häufig Zwillinge und Dril-linge, oft mit sehr ungleich grossen Bruchkörnern, auch solche mit drei Theil-körnern in einer Bogenreihe; alle gerundet, nicht flachgedrückt mit rundlichemKern oder einer Spalte wie bei den einfachen Körnern.

*) Vergl. auch Th. F. Eanausek, Nahrungs- und Genussmittel, pag. 236.