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Die wichtigsten vegetabilischen Nahrungs- und Genussmittel : mit besonderer Berücksichtigung der mikroskopischen Untersuchung auf ihre Echtheit, ihre Verunreinigungen und Verfälschungen ; mit 271 Holzschnitten
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Ingwer.

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Erklärung zu Fig. 249.

Ingwer.I Querschnittspartie eines Gefässbündels und dos umgebenden Grundparenehyms (P), Gef.Gcfässc, pg. ihnen anliegende Pigmentzellen, O Oclzellen, Phl. Phloembündel, B Bastfaser-bündel II IV Längenschnittspartien, II mit einem Netzgefäss (Gef.), III mit einemTreppengefäss (Gef.), IV mit einem Spiral- und Kinggefäss (Gef.); P Grundparenchym,pg. Pigmentzellen, B Bastfasern , Pill. Phloemtheil. V Eine Gruppe von Bastfasern^isolirt, in der Längenansicht.

Das Grundparenchym besteht aus ziemlich isodiametrischenoder etwas axil gestreckten polyedrischen, dünnwandigen, ge-tüpfelten farblosen Zellen (4590105 f.), welche mit Stärkemehlstrotzend gefüllt sind oder, in den hornartigen Stücken, einenKleisterballen einschliessen.

Im Grundparenchym kommen zerstreut zahlreiche isodia-metrisch-sphäroidale oder gerundet polyedrische Secretzellen(Oelzellen I, 0) vor mit dünner, theilweise verkorkter blassgelberMembran und (citronen- oder goldgelbem) ätherischem Oeloder einem rothbraunem Harzballen als Inhalt. Sie haben dieGrösse der umgebenden Stärkezellen oder sind etwas kleiner(30105 (i).

Die Endodermis (Kernscheide) ist eine einfache, keineStärke führende Gewebsschicht aus am Querschnitte vorwaltendtangential gestreckten, in radialer Richtung zusammengedrückten,in der Fläche polygonalen, isodiametrischen oder etwas tangentialoder axil gestreckten dünnwandigen Zellen mit grösstentheils ver-bogenen, bis wellig-faltigen, verkorkten, in Kalilauge oder Chloralgelblich gefärbten, scharf contourirten Seiten.

Das Grundparenchym der Rinde und des Kerns ist von zahl-reichen, zerstreuten geschlossenen, collateralen, wenig umfang-reichen Gefässbündeln durchsetzt. Nur knapp an der Innen-seite der Kernscheide liegen dicht gedrängte, zum Theil seitlichzusammenfiiessende schwächere Gefässbündcl, am Querschnitteeine fast geschlossene Zone bildend.

Die Gef ässbündel (I IV) enthalten gewöhnlich eine nur kleineGruppe von engeren und weiten (3060, selten bis 75 ;x) Ge-fässen, meist Netz- und Treppentracheen mit Uebergang zu Netz-gef ässen, zum Theil auch Ring-, Spiral- und Spiral-Netzgef ässe, derseitlich ein Phloemtheil aus deutlichen Siebröhren und Cambiformangelagert ist. Die stärkeren Gefässbündel sind von mehr oderweniger zahlreichen, massig verdickten Bastzellen begleitet (I, _B),welche das Bündel entweder ringsum bescheiden oder demselben ineinem oft mächtigen Strange angeschlossen sind.

Die Bastzellen sind am Querschnitte polygonal, weitlichtig1530, selbst stellenweise bis 6075 [j- breit, isolirt (V) bis 600<xlang, an den Enden spitz, zugespitzt, abgerundet oder gestutztselten gabelig, an den Seiten meist etwas verbogen, oft wellen-randig oder ausgeschweift gezähnt. Ihre Membran ist farblosoder in den äussersten Schichten gelblich, spaltentüpfcb> mitschmalen Tüpfeln in einer linksschiefen Spirale, nach Kalibehand-