Ingwer.
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scharf ge-
Die Oberfläche ist am ungeschälten Ingwer mit gelblich-braunem grobrunzeligem Kork bedeckt, an den beim halb-geschälten Ingwer davon entblössten Stellen schiefergrau, ziem-lich eben, am geschälten Ingwer gelblich oder röthlich-brann,längsrunzelig und längsstreifig, häufig von Kalk weiss bestäubt undabfärbend; der Bruch körnig-mehlig (manchmal jedoch fast horn-artig) und wenig oder stark faserig.
Geruch angenehm, aromatisch. Geschmackwürzhaft.
Cochin-Ingwer unseres Handels ist eine ganz geschälte und gekalktekleinstückige Sorte aus höchstens 5 Cm. langen, l'ö Cm. breiten Stücken mitmeist ab- und zugeschnittenen, etwas knolligen Aesteu, an der Oberfläche ziem-lich eben, weiss, vom Kalke befreit gelb- oder blass fleischrötlilich. Hieher wohlauch der Malabar-Ingwer.
Der Jamaika-Ingwer besteht aus oft ansehnlichen, bis 12 Cm. langen,2 Cm. breiten, ganz geschälten, gebleichten oder gekalkten, wenig zusammen-gedrückten Stücken mit schlanken Gliedern und Aesten; an der hellbräunlich-gelben Oberfläche längsstreifig, im Bruche sehr faserig.
Der chinesische Ingwer ist das Beispiel eines ungeschälten Ingwers;grossstückig (an 10 Cm. lang, 2 Cm. breit), wenig zusammengedrückt, stark ge-runzelt und schön quergeringelt mit dunkelgelbbrauner Oberfläche.
Auch ein j apanischer Ingwer kam neuerdings vor. Er ist kleinstückig,reich verzweigt, kurzästig, flachgedrückt, halbgeschält, gekalkt, an den geschälten
Breitseiten graulich- oder gelblich-weiss, längs-Firr. 248. streifig, an den ungeschälten Schmalseiten, über-
__ rT -..... greifend auf die Breitseiten hellbraun, grob-längs-
runzelig , im Innern theils weich, mehlig, weissoder gelblich, theils (da vor der Trocknung ab-gebrüht) kornartig, dicht, hart, schwer, dunkel-braun unter dem Kalküberzug.
Von afrikanischen Ingwer-Sortenschliesst sich S i e r r a - L c o n e-Ingwer durch s einäusseres Aussehen an den Bengal-Ingwer an.
Querschnitt (Fig. 248) eirund oder fast kreisrund, weissoder weisslichgrau. Kinde etwa '/ 8 des kürzeren Durchmessers,durch eine sehr feine bräunliche Endodermislinie vom Kerne(Centralcylindcr) getrennt; dieser gleich der Kinde von kleinengelben und bräunlichen Punkten gesprenkelt.
Bau (Fig. 249). Als äusserste Gewebsschicht findet sich beimBengal-Ingwer an den ungeschälten Partien eine Epidermismit einigen wenigen Lagen eines farblosen Parcnehyms (Hypo-derm) und darunter ein mächtiges Korkgewebe aus zahlreichenReihen dünn- und bräunlichgelbwandiger, in der Fläche poly-gonaler (T — 60—120;;., K = 18—30 ja) lufterfüllter Elemente, aufwelches eine breite, bräunliche Schicht aus ganz collabirtem,inhaltslosem Parenehym mit eingelagerten, oft sehr zahlreichenSecretzellen (Oelzellen) und mit einzelnen Gefässbündeln zu folgenpflegt. Dasselbe trennt den Kork von dem parenehymatischenstärkemehlführenden Grundgewebe.
An manchen Stellen tritt die Korkschicht und an den schiefergrauenSchälflächen des Bengal-Ingwers die darunterfolgende Schicht des zusammen-gefallenen peripheren Parencbyms als äusserstes Gewebe auf. An ganz geschältenStücken fehlen alle diese äusseren Gewebsschiehten.
Querschnitt des Ingwers.Lupenbild.