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Die wichtigsten vegetabilischen Nahrungs- und Genussmittel : mit besonderer Berücksichtigung der mikroskopischen Untersuchung auf ihre Echtheit, ihre Verunreinigungen und Verfälschungen ; mit 271 Holzschnitten
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Zimmt.

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Ceylon-Zimmts übereinstimmt und der Hauptsache nach aus Zimmtaldeliydbesteht. Die Ausbeute daran dürfte durchschnittlich 1% betragen. (Schimmel & Co.1. c. erhielten V2"% ätherisches Oel von 1-041 spec. Gewicht mit 89% Zimmt-aldehyd.)

Ein Originalmuster (im Bündel), hauptsächlich aus gelbbraunem Zimmtbestehend, im Innern des Bündels mit reichlichem Bruche, gab 1-175% ätheri-sches Oel und 3-5% grauweisse Asche (T3% Sand), cm anderes gebündeltesMuster, hauptsächlich aus rothbraunen Binden mit den Zeichen der Havarirung,0-88% ätherisches Oel und 2'3% Asche (0-1% Sand).

Der Aschengehalt einer correcten Zimmtrinde (resp. des Zimmtpulvers)darf jedenfalls 5% nicht übersteigen (mit höchstens 1% Sand). Die Menge desalkoholischen Bindcnextractes soll mindestens 18% betragen.

II. Ceylon-Zimmt. Die von der Aussen- und dem grösstenTheile der Mittelrinde durch Abschaben befreiten Zweigrinden vonCinnamomum Ceylanicum Breyn., einem kleinen, ursprünglichauf Ceylon einheimischen Baume, welcher in ausgedehntem Masseim südwestlichen Küstengebiete dieser Insel in eigenen Plantagen,Zimmtgärten, ausserdem auch, obwohl nur in beschränktem Um-fange, in verschiedenen anderen tropischen Gegenden eultivirt ist.

Auf Ceylon wird der Baum durch Zurückschneiden buschförmig gehaltenmit einer kleinen Anzahl von Stockausschlägen, welche man, wenn sie ein Altervon lV,2 Jahren und eine Stärke von 1-5 Cm. erreicht haben, abschneidet undvon den Blättern befreit. Die Binde wird sodann in Entfernungen von ca. 3 Dm.ringsum durchschnitten und die Kingschnitte werden durch einen Langenschnittverbunden, worauf man die Binde leicht vom Holzkörper ablösen kann. Mit Hilfeeines sichelförmigen Schabeisens werden dann die äusseren Gewebssehichten be-seitigt. Eine Anzahl der so erhaltenen Baströhren steckt man m- und aufeinander,so dass etwa 1 Meter lange Stäbe entstehen, welche man im Schatten trocknet.

Nach dem Trocknen, wobei die ursprünglich weissliche Farbe der Bindein das charakteristische Gelbbraun übergegangen ist, werden die Stäbe zunächstin Bündel vereinigt und zur Ausfuhr eine Anzahl solcher in ca. 50 Kgi-m. schwereBallen (Fardellen) verpackt.

Der Ceylon-Zimmt kommt also im Handel in etwa 1 Meterlangen, kleinfingerdicken, stielrunden Stäben vor, jeder aus 8 bis10 in- und aneinandergesteckten, leichten, brüchigen, »/ a / 2 Mm.dicken Doppelröhren "bestehend (sogenannte mehrfache Röhren).

Die Rinde hat eine ebene, matt gelbbraune, von helleren,weisslichen Längsstreifen (Bastfaserbündeln) durchzogene Aussen-und eine matt dunkelbraune Innenfläche. Ihr Querbruch ist kurz-faserig. Sie hat einen feinen, speeifisch aromatischen Geruch undeinen scharf gewürzhaften, zugleich süssen, etwas schleimigen,aber nicht zusammenziehenden Geschmack.

Bau im wesentlichen mit jenem des gemeinen Zimmts über-einstimmend. Der 450500 (A radial breite Querschnitt zeigt zuäusserst den geschlossenen, scharf begrenzten Steinzellen ring,dem noch hie und da ein Rest der Mittelrinde in einigen (bis 5)Zellreihen anhaftet.

Häufiger wie in Zimmtröhren der älteren Zeit finden sich jetzt solche,deren im Innern gelegene Stücke wenig sorgfältig mundirt sind und stellenweiseoder selbst auf weite Strecken nicht nur die ganze Mitteilende, sondern sogarBhelloderm und Kork enthalten.

Der Steinzellenring nimmt etwa */« der radialen Breiteder Rinde ein; er ist ziemlich gleichmässig 90120 ;a dick.