Senf.
497
Skiereiden isoliren und nach ihrer Form und Wandverdickune
erkennen, auch Stücke der Pigmentschicht sichtbar machen.
Chemisches Verhalten. Der scharfe Geruch und Geschmack desschwarzen Senfs unter den oben angeführten Bedingungen ist veranlasst durchein ätherisches 0e 1 (Allylsenföl), welches hei Gegenwart von Wasser aus demzertrümmerten Samen unter der Einwirkung eines Fermentes, des My rosindurch Spaltung aus einem als Sinigrin (myronsaures Kalium) bezeichnetenstickstoffhaltigen krystallisirbaren Glykoside hervorgeht. Aus holländischemschwarzem Senf erhielt Gadamer (Apoth.-Ztg. 1896; Beckurts' Jahresber. 82)1'3% krystallisirtes Sinigrin. Die durchschnittliche Ausbeute an ätherischem Oeldurch Destillation beträgt 0'5°/ 0 -
Durch Pressen der Samen erhält man 23% eines milde schmeckendenfetten Oeles (durch Extraction mit Aether über 33%, FMickiger).
pr
ff^tftri
Sinapis alba.
Querschnittspartie des Samens. E Schleimepidermis, Gr. Grosszellonschicht, Ps. Skle-
reiden-(Palissaden-)schiclit. pg. Parenehymzellenschicht an Stelle der Pigmentseliioht,
AI. Alouronschicht, S Hyaline Schicht, C Ootylcdonargewebe : ep. Epidermis,
pr. Parenchym.
Der Wassergehalt der Samen übersteigt 7-5% nicht, ihr Aschen-gehalt wurde mit 4-1% (012 Sand) ermittelt. Die in Wasser aufquellende Epi-dermis gibt an dieses ca. 19% Schleim ab.
II. Weisser Senf. Der weisse Senf hat einen dem schwarzenSenf analogen Bau. Der Keim bietet keinen wesentlichen Unter-schied. Seitens der Samenschale ergeben sich folgende Unter-schiedo *
1. Epidermis (Fig. 238, Evl. Fig. 240). Ihre Zellen viel deut-licher und namentlich in ihrer Schleimmembran viel deutlicher ge-schichtet, in der Fläche sehr regelmässig polygonal, am Querschnitte
Yogi, Nahrungs- n. Genussmittel.
32