Senf.
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In Wasser schwillt der schwarze Senf etwas an und wirdschlüpfrig; beim Kauen entwickelt er rasch einen brennend scharfenGeschmack. Mit Wasser verrieben gibt er eine sauer reagirendegelblichweisse Emulsion unter Entwicklung eines durchdringendstechenden Geruches.
Die "Waare kommt vorzüglich aus Holland, Frankreich, England, Italien,Elsass und Böhmen in den Handel. Die geschätzteste ist die holländische.
II. Weisser Senf. Die Samen sind kugelig mit 2 Mm. imDurchmesser, an der Oberfläche matt blass röthlich-gelb, nur untereiner stärkeren Lupe fein grubig-punetirt (nicht netzig); derKeim ist hellgelb.
Mit Wasser verrieben geben die Samen eine gelblicheEmulsion, die zwar sehr scharf schmeckt, aber geruchlos ist.
Bau. I. Schwarzer Senf (Fig. 238 u. Fig. 234):
Flg. 231. Fig. 232.
S ch w arn er Sen 1'.Ganzer Samen, b im Querschnitte,schwach vergrössert.
Schwarzer Senf.Querschnitt durch den Samen, c Cotyledonen,
■ Würzelchen.
i Frocambiumstrang. (Tschirsch.}
A. Samenschale aus folgenden Schichten: 1. Schleim-führende Epidermis; 2. Grosszellen-, 3. Skiereiden , 4. Pigment-zellen-, 5. Aleuron- und 6. hyaline Schicht.
1. Epidermis (Fig. 233, Seh. [I,a] u. Fig. 234, E). Voneiner sehr dünnen Cuticula (Cut.) bedeckte einfache Lage vongrossen, in der Fläche polygonalen, am Querschnitte niedrigen(R = 15—24 fx.) breiten (T = 45—75 <j.) Zellen.
Unter Alkohol erscheint sie als eine weisse glasige Be-deckung der Testa, bei Zusatz von Wasser sieh langsam ent-faltend und aufquellend. Man sieht, dass ihre Zellen an denSeiten und an der Aussenwand verschleimt, mit mächtigen Schleim-schichten verseben sind. Ihre Quellung erfolgt ziemlich langsamund wird so stark, dass das Zellenlumen nur als schmaler Spaltan der Innenseite wahrzunehmen ist. Chlorzinkjod färbt die nichthäufig deutlich geschichtete Schleimmasso blau.