Muskatnüsse und Macis.
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Nach eigenen Ermittlungen betrug der Aschengehalt in einem Muster ausganzen Stücken und Bruch 3'3<J% (1'03% Sand).
Papua-Macis. *) Ganze Stücke sind, entsprechend der ge-streckten Form der Samen (s. weiter unten) länger als jene derechten Macis, etwa 5 Cm. lang, weniger zerschlitzt mit wenigen(6—4) breiten bandartigen Zipfeln und zum Theil langen undbreiten Schlitzen, gewöhnlich schmutzig braungelb, sonst, nament-lich in Bezug auf Geruch und Geschmack, mit der echten Macisübereinstimmend, nur sind beide schwächer.
Im Baue ergeben sich kaum nennenswertbe Unterschiede. Die Epidermis-zellen sind in der Fläche durchschnittlich etwa 24 [J. breit (am QuerschnitteE= 15, T = 15—27 ja), die wenigstens in den Bändern ziemlich spärlichen Secret-zellen 60— IOöjj-, die etwas derbwandigereu Parenchymzellen 30—60|J- gross,resp. lang. Collenchymatische Verstärkung der Epidermis, zumal am Grunde undan der Innenseite, ist ausgesprochener und ausgedehnter vorhanden, wie in derBanda-Macis und der Zellinhalt der Parenclrymzellcn entschieden fettreicher.
In einem Muster war der wesentlichste Inhalt der Parenchymzellen Fettin Form von groben, zum Theil sphärischen farblosen Krystallaggregaten, inzahlreichen Zellen das Lumen fast gänzlich füllend; daneben nur spärliche, mitJodmitteln braunroth sich färbende Körnchen (Amylodextrinstärkekörner, nachTsehirch 5—13p., meist knochenförmig, viereckig oder rundlich).
Nach Busse gibt Papua-Macis 53-4—55% ätherisches Extract, davon52—54% reines Fett. Sie zeichnet sich gegenüber der Banda- und Bombay-Macis durch iliren beträchtlichen Fettgehalt aus. Der Aschengehalt beträgt nachihm 1-072—1-125%.
Die Erkennung einer Substitution oder Fälschung derechten Macis im nicht gepulverten Zustande mit den Arillenanderer Myristica-Arten, zumal der beiden vorbenannten, ist, selbstwenn nur grössere Bruchstücke vorliegen, nach der verschiedenenForm und Farbe nicht schwer.
Schwieriger gestaltet sich der Nachweis einer solchen Fäl-schung, wenn es sich um Macispulver bandelt.
Eine Beimengung der Papua-Macis ist mikroskopisch kaummit Sicherheit nachzuweisen. Am ehesten könnte der grosse Fett-gehalt, resp. das reichliche Vorkommen von Fettkrystallaggregatenund damit gefüllten Parenchymzellen und die derbere Wand dieserletzteren einen Anhaltspunkt gewähren.
Leichter gelingt es, mikroskopisch eine Beimengung vonBombay-Macis aufzudecken durch das Vorkommen der für diesecharakteristischen Secretballen.
stammen den subepidermalcn parenehymatischen Gewebsschichten der lesta,welche selbst, in Verbindung mit der Epidermis, in grösseren und kleinerenStücken in der Flächen- und hie und da in der Querschnittsansicht im Pulvervorkommen, zum Theil auch mit Gewebselementcn, welche einen homogenen roth-braunen Pigmentinhalt führen. In Jodchloral tritt das Parenchym des Arillusmit kupferrothem Inhalt sehr zurück gegenüber den massenhaft vorhandenenSecretzellen und ihren Inhaltsballen, welche Kalilauge orange- bis blutroth oderbraunroth färbt unter Auftreten von gelben, braungelben und orangebraunenFlocken im Gesichtsfelde. Die Epidermiszellen sind in Kalilauge stark gequollen,ihre Breite in der Flache sehr verschieden, viele nur 9—15, andere bis 30;j.breit. Die Seiten zeigen stellenweise deutlich Tüpfelbildung.
*) Vergl. Waage, Pharm. Centralh. 1893; Warburg, 1. c. Taf. II;W. Busse, Arbeiten d. kaiserl. Gesundh.-Amtcs. Berlin 1895, XII.
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