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Die wichtigsten vegetabilischen Nahrungs- und Genussmittel : mit besonderer Berücksichtigung der mikroskopischen Untersuchung auf ihre Echtheit, ihre Verunreinigungen und Verfälschungen ; mit 271 Holzschnitten
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Muskatnüsse und Macis.

Grrundparenchym ganz zurücktritt; nur in der Mitte kommt letz-teres zur Geltung als ein Streifen von dünnwandigen polyedrischenZellen, in welchem die Gefässbündel und einige Secretzellen ein-gelagert sind. Sonst sind die letzteren förmlich gehäuft, namentlichan den Schmalseiten, aber auch an den Breitseiten so zahlreichund so genähert, dass sie hier oft eine mehrfache Schicht bilden,indem sich gleich mehrere unmittelbar aneinanderschliessen odernur durch wenige comprimirte Parenehymzellen von einander ge-trennt sind.

So gut wie alle Secretzellen sind gefüllt mit einem Inhalt,der, unter Wasser betrachtet, bald eine orangerothe oder orange-braune Masse darstellt, welche leicht in toto herausfällt als.ein kugeliger oder eirunder, manchmal zerklüfteter Harzballen,bald scheinen die Zellen einen so gestalteten Sack zu enthalten,gefüllt mit einem orange- bis guttigelben, stark glänzenden Balsam,oder es macht den Eindruck, als ob ein peripherer, orangerotheroder orangebrauner fester

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Theil einen gelben flüssigenInhalt umsehliessen würde.

Die Parenehymzellen(30—45;^-) führen auch inder Bombay-Macis Amylo-dextrinkörner.

Alkohol und Aether-Weingeistlösen den Inhalt der Secretzellen mitgelber Farbe, wenigstens zum Theile.Der flüssige Antheii des harzigenInhalts ist zähe, fadenziehend. Kali-lauge färbt Schnitte blutroth undlöst den Inhalt der Secretzellen mitorangeroth er oder oran gegelber Farbe,beim Erwärmen fast vollständig; esbleiben nur geringe Iteste, zum Theilin Sack- oder Schlauchform, zurück ;die dünne Membran der Secretzellenist farblos. Noch besser wirkt alko-holische Kalilauge. Aotzammoniak färbt das Secret orangebraun bis blut- oder braun-roth, Eisenclüoridlösung (alkoholische) sebmutzigbraunbis braunroth (in der Peri^fast schwarz, den Inhalt der Epidermiszellen oraungrün), Kalichromat (l°/„) er-wärmt orangeroth oder braunroth, zum Theil unter Lösung, Chromsäure anfangstief rothbraun, dann braun, während das übrige Gewebe farblos und zerstörtwird. Zuletzt Hegen die Inhaltsmassen als rundliche Ballen oder Säcke da vongrauröthlicher oder braunröthlicher Farbe, zum Theil zerklüftet, zum Theil inder Peripherie mit ringförmiger dichter grauröthlicher, im Innern mit ölig-scholliger Masse oder ganz zerfallen in einen Haufen von grauröthlichen Schollenund Splittern, gemengt mit, farblosen Oeltropfeu. Sehr schöne Färbungen derSchnitte geben unter anderem Methylen- und Naphtylenblau.*)

Nach Frühling und Schulz (Chem.-Ztg., 1836, 525) enthält die Bombay-Macis 5'8°/ 0 Wasser, l'42°/ 0 Asche und 'i ( d'2"/ 0 eines dunkelorangen Fettes.

U omb aj -Maois.Itandpartie im (Querschnitt, cut. Caticnla,ep. Epidermis, Oe. Seeret- (Oel-)zelleri imParenehym mit Amylodextrinstärke (Tschirch).

*) Das mit Alkohol extrahirte bräunlich-orange Pulver zeigt unte'; Wasserfast durchaus gelb oder orange, zum Theil braunroth gefärbte Theilchen. Unterden relativ spärlichen Amylodextrinkörnern, die frei im Gesichtsfelde liegen,kommen auch kleine Stärkekörnchen, häufig Zwillinge und Drillinge, vor; sie ent-