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Die wichtigsten vegetabilischen Nahrungs- und Genussmittel : mit besonderer Berücksichtigung der mikroskopischen Untersuchung auf ihre Echtheit, ihre Verunreinigungen und Verfälschungen ; mit 271 Holzschnitten
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Muskatnüsse und Macis.

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nach der Qualität der Waare zwischen 4—15% {Schimmel d- Comp., Bericht,April 1897).

Der Aschengehalt einer guten Macis wurde mit 177 und 191% (unlös-lich 0'06 und 0'07%) bestimmt. Die Freie Vereinigung bayerischer Chemikernormirte als Maximum des Aschengehaltes 2'5% (0'5"/o Sand).

Als Substitutionen der echten oder Banda-Macis werdendie sogenannte Bombay-Macis und die Papua-Macis genannt,erstere der getrocknete" Samenmantel der Indien angehörendenMyristiea Malabarica Lam., letztere der Arillus der in Neu-Guinea einheimischen Myristiea argentea Warburg (s. weiterunten).

Die Bombay-Macis, über welche aus den letzten Jahreneine ganze Reihe von Mittheilungen vorliegt, gelangt hauptsächlichnach Amsterdam und Deutschland und soll gemahlen in Mengeechtem Macispulver beigemischt werden.

Sie hat ein ganz anderes Aussehen als die Banda-Macis.Ganze Stücke sind 5—6-5 Cm. lang, an 2-25 Cm. breit. Ihrvorderes Ende bildet einen stumpfen Kegel oder Knäuel auswurmförmig gekrümmten, dicht anliegenden, Gehirnwindungengleichenden schmalen Bändern; von da gehen nach dem anderenEnde des Arillus zu sehr schlanke, schmale, zum Theil in fastfädliche Zipfel getheilte Streifen ab.

Die Stücke sind trocken von schmutzig-rothbrauner, ge-waschen von braunrother Farbe, sehr brüchig, leicht zu pulvern(Pulver braunroth), geruch- und geschmacklos, beim Kauenden Zähnen anhaftend und den Speichel bräunlichgelb färbend.

Die den Stücken im Innern meist anhängende faltige, braune,roth durchscheinende, in Wasser gelegt braimrothe, papierdickeHaut gehört den äussersten Gewebsschichten der Testa an.*)

Der Bau der Bombay-Macis**) ist wohl analog jenem derechten Macis, doch in mehreren Punkten von ihm abweichend.

Die Epidermis zeigt (Fig. 228, ep.) am Querschnitte vor-wiegend radial gestreckte Elemente (durchschnittlich R = 30,T = 15;x) mit verbogenen Seiten. In der Fläche sind die Epi-dermiszellen entschieden schmäler (12—24, meist 12—15 \j. breit).Ihre Membran quillt ebenfalls stark und färbt sich mit Chlorzink-jod blau.

Unter der Epidermis pflegt gleich dünnwandiges Parenchymzu folgen, und zwar in einer oder einigen wenigen Lagen etwaskleinerer Zellen, selten sind collenchymatische Elemente.

Auffallend auf den ersten Blick ist die grosse Zahl derSecretzellcn (60—100[x gross), denen gegenüber, wenigstens inden peripheren Theilen und zumal an den Schmalseiten, das

*) Epidermis aus polygonalen, am Querschnitte etwas radial gestreckten,nach aussen stärker verdickten farblosen, an den Seiten faltigen oder verbogenenElementen, darunter mehrere Lagen dünnwandiger, meist etwas tangential ge-streckter Zellen mit rothbraunem Pigmentinhalte.

**) Vergl. auch Tit. F. Hanausek, Heger's Zeitsclir. 1890, Nr. 4;Tschirch, Atlas, pag. 252.

Vogl, Nahrungs- u. Genussmittel. 31