480
Muskatnüsse und Macis.
Zwischen den Parenchymzellen kommen zerstreut, stellen-weise, wie namentlich in dem Basaltheile der Macis, reichlichere,genäherte, auch wohl zu zwei his drei anstossende Secretzellen(Fig. 225 , 0) von 40—90 ;x Durchmesser vor.
Viele von ihnen führen nur einen gelben oder bräunlich-gelben Wandbelag von Harz oder Balsam, andere ein farblosesätherisches Oel oder einen gelben Balsam. Ihre Membran erscheintunter Wasser gelb oder bräunlich-gelb; mit Chlorzinkjod tritt einedünne hräunlichgelbe äussere und innere und eine zwischen beidengelegene dickere blaue Membranlamelle auf. Die äussere ist ver-korkt, die innere gehört wohl der resinogenen Schicht (Tschirch) an.
Gepulverte Macis, ein orangegelbes Pulver, besteht derHauptsache nach aus isolirten und haufenweise vereinigten Amylo-dextrinkörnern, sehr vielen farblosen Oeltropfen, Zellhautfetzen(farblos und gelblich) und Stücken des dünnwandigen, mit Amy-lodextrinkörnchen gefüllten G-rundparenchyms, allenfalls mit ein-geschlossener Seeretzelle mit gelbem oder braungelbem, meist derWand aufsitzendem Inhaltsrest, seltener ganz gefüllt mit färb-
Amylodextrinstärke aus Banda- Macis.
losem oder gelblichem Oel. Hie und da finden sich auch solcheInhaltsreste von hellgelber oder bräunlichgelber Farbe zwischenden übrigen Bestandteilen des Pulvers und Fragmente der charak-teristischen Epidermis in der Flächenansicht, gewöhnlich mit an-hängendem Parenchym mit oder ohne Secretzellen, endlich ver-einzelte Stücke wenig umfangreicher Gefässbündel mit engen Spiral-tracheen und Fragmenten solcher Tracheen.
Das mit Alkohol extraliirte Pulver ist blass gelbrothlich oder fast blassfleischfarbig. Unter Wasser erscheinen alle Partikelchcn bis auf spärliche gelbeund orange farblos. Zum Studium der Amylodextrinkörner ist das Pulver vor-züglich geeignet. Unter ihnen finden sich zahlreiche vierseitige, gestreckte, fastkrystallähnliche von 15—18 [a Länge. In Jodclüoral färben sie sich unter Auf-quellen kupferroth; dieselbe Farbe nehmen die mit den Körnchen dicht gefülltenreichlichen Parenchymzellen an. In Kalilauge erscheinen letztere infolge derQuellung der sie erfüllenden Amylodextrinkörner ausgedehnt, gespannt, gerundet,weiss, die gequollenen Epidermiszellcn in der Fläche durchschnittlich 30 [J. breit.
Chemisches Verhalten. Der wichtigste Bestandtheil der Macis ist einätherisches Oel von 0'91—0'93 spec. Gewicht. Die Ausbeute daran schwankt