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2 (1879) Lob - Zuneigung
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Phrenologie.

Physik.

Bemerkung, daß auf keinen Fall mittelst der Phrenologie besondere Aufschlüsse überdas Verhältnis von Geist und Körper zu erzielen sind, einerlei ob früher elaspäter einmal positive Resultate gewonnen werden oder nicht. Denn der allgemeineKausalzusammenhang zwischen Gehirn und psychischer Thätigkeit steht ohnehin fest, Mdurch eine Specialisirung desselben würde zwar die Wissenschaft bereichert, aber doLüber die inneren Gründe jenes Causalzusammenhangs nichts entschieden werden.

Literatur: Gall und Spurzheim, Lmutomis et xüz'siolvssie äunerveux en general et äu eerveuu en partioulisr. 4 vol. kol. Uarls I81Y-K— Oombs, erstem ok xürenolo§^, übers, von Hirschfeld, Braunschw. 1838.-Struve, G-, Gesch. d. Phrenologie, Heidelb. 1843. — Cotta, Geschichte und Wch»d. Phrenologie, 1838. — Ders., Gedanken über Phrenologie, 1845. — Stru»,Handbuch der Phren. — Castle, Die Phren., Stuttg. 1845. — Scheve, Phreml!Bilder, Leipzig 1851—55. — Ders., Naturgesetze der Erziehung und des UnterriMStettin 1855. — Katechism. d. Phrenol., 6. Ausl., Leipzig 1865. — ChoulantVorlesung über die Kranioskopie, nebst einem Anh. Gesammtliteratur d. Kranwsko^Dresden 1844. — K. Schmidt, die Anthropologie, Dresden 1865. "

Physikalischer Apparat, s. Physik.

Physik — Natnrlehre. Die Naturlehre gehört zu den obligatorischen Fächer«unserer Volksschule. Damit ist von selbst ausgesprochen, daß alle übrigen Schul»stalten, die mit der Volksschule in Verbindung stehen, wie Mittelschulen, höhere Mädchen-

schulen, Bürgerschulen, Präparandenanstalten, Seminare, sich damit zu befassen habe».Wir können das Recht, das der Naturlehre in den letzten 25 Jahren damit eingeräml

worden ist, nur mit Freuden begrüßen.

Wo wir gehen und flehen, ob wir arbeiten oder ruhen, werden wir vonbeeinflußt, welche in der Natur thätig sind. Bald wirken diese Kräfte wohlthätigunterstützend, bald störend und hemmend auf uns ein; bald müßen wir uns unkürlich ihren Einwirkungen unterwerfen, bald sind wir im Stande, sie zu beherrsch!»und ihre Wirkungen in unfern Dienst zu ziehen. Wie viele Erscheinungen in der Naturbegegnen uns im Laufe eines Tages und vollends im Laufe eines Jahres, Erscheinung!«,die unsere Sinnesthätigkeit anregcn und uns zur Betrachtung, Erforschung, BewunderungHinreißen! Liegt darin nicht Aufforderung genug, diesen Erscheinungen und den dk»-selben zu Grunde liegenden Gesetzen näher nachzuspüren und auch schon unsere Knidliin der Volksschule, soweit es möglich ist, mit denselben bekannt zu machen?

Man könnte zwar ineinen, daß die Naturlehre für die Volksschule überfleißig ski,sofern ihr Unterrichtsstoff durch den Aufenthalt in der Natur, durch die täglichen Er-wirkungen derselben auf uns und durch die täglichen Erfahrungen, die wir dabei mache»,sich uns von selbst aufdrängt. Allein dieser Ansicht muß entgegengehalten werden, dasdie Naturlehre ein Unterrichtsfach ganz eigentümlicher Art ist. Sic redet nämlichnicht so offenkundig mit uns wie die Naturgeschichte, sondern nur durch Kräfte, dikuns zunäckyt verborgen sind und sich nur iu gewißen Erscheinungen als solche ku»d-geben. Wir sehen einen Körper fallen, aber die Schwerkraft, die ihn zur Erde zieht,nehmen wir nicht war. Die Geschichte der Physik zeigt dies auch ganz deutlich. Dasman mittelst Pumpen Wasser in die Höhe heben kann, war längst bekannt, und dochwurde erst durch Galilei und Toricelli der Luftdruck als die diesen Vorgang bewirkend!Kraft bekannt. Und weil der Stoff der Physik zunächst nur in gewißen Natur-erscheinungen an uns herantritt, so muß die Schule dafür sorgen, das Dunkle undGeheimnisvolle dieses Faches ans Licht zu ziehen, und zu dem „Daß" das „Wie'und das „Warum" fügen.

Auch die gegenwärtige Zeit fordert gewaltig dazu auf, sich mit den physikalische»Kräften und Erscheinungen mehr bekannt zu machen als früher. Es sind in den letzte»Jahrzehnten und Jahrhunderten eine solche Menge von Entdeckungen und Erfindung«auf diesem Gebiete gemacht worden, daß die früheren Jahrhunderte dadurch in de»Schatten gestellt wurden. Wir dürfen nur an die neuen Verkehrsmittel, an die Eise»'bahnen, an das Telegraphenwesen, an die Veränderungen, welche die Anwendung dliDampfes als Arbeitskraft hervorgebracht hat, erinnern. Und sollte das, was daMensch auf diesem Gebiet Großes geleistet hat, unserem Volke ganz unbekannt bleibeiü

So ist schon im Stofs die Nothwendigkeit begründet, Naturlehre in unser«

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