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Erholung.
Kopfes, wobei sich das Blut, dem Gesetze der Schwere folgend, nachden abhängenden Stellen senkt, wird das Übel noch bedeutend ver-schlimmert.
Alle diese Umstände weisen darauf hin, dafs es sich empfiehlt, denUnterricht nach jeder Stunde durch eine Pause zu unterbrechen. Dader Schüler infolge des während der Nacht gesammelten Vorrats anNervenkraft nach der ersten Stunde noch verhältnismäfsig frisch ist, SO'kann die erste Pause allerdings von kürzerer Dauer sein, aber es dürftesich doch nicht empfehlen, sie mit Alexi auf blofs fünf Minuten zuibemessen. Wir können uns Loewenthal nur anschliefsen, wenn ersagt: »Erfahrene Lehrer haben mir die Richtigkeit der theoretischen
Voraussetzung bestätigt, dafs Pausen von nur fünf Minuten eine wahreBarbarei sind, weil sie nur den Gedankengang unterbrechen, ohne denGeist wirklich zur Ruhe kommen zu lassen oder den Körper durchBewegung zu erfrischen 1 ).« Zehn Minuten würden aber für die erstePause vollständig hinreichen, während nach den weiteren Stunden, derallmählichen Verringerung der aufgespeicherten Nervenkraft entsprechend,je fünfzehn Minuten Freizeit angesetzt werden müfsten.
Der scheinbare Zeitverlust stellt sich bei richtiger Benutzung derPausen entschieden als ein Gewinn dar. Zunächst ist darauf zu achten,dafs die Schülerinnen den Klassenraum verlassen, um sich im Freienoder in einem wohlgelüfteten Saale aufzuhalten. Die gesunde Luft so-wohl, als auch die den regelmäfsigen Kreislauf des Blutes fördernde Be-wegung wirkt günstig auf das Gehirn. . Sodann ist alles Lernen während:der Pause streng zu untersagen. Es empfiehlt sich dies um so mehr,als manche säumige Schülerinnen sich auf die Pausen verlassen, umdann noch schnell das aufzuschnappen, was für die folgende Stundegründlich gelernt sein soll. Beginnt alsdann der Unterricht, so sind sieschlaff, haben schlecht gelernt, und die Stunde verläuft zu ihrem unddes Lehrers Verdrufs. In den letzten Minuten während der Pausehaben sich die Schülerinnen auf ein gegebenes Zeichen in bestimmterOrdnung aufzustellen, um sich in die Klassenzimmer zu verfügen. AllesSpielen und Sprechen auf den Treppen, in den Gängen und Klassen-räumen, welches sich nicht selten gern bis in den Unterricht fortsetzt,ist streng zu verbieten, damit eine geistige Sammlung eintritt, die dem
’) Loewenthal, Hygiene des Unterrichts, S. 114.