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Eitelkeit.
Elementarschule.
sogenannte gebildete Welt sich in diesen Angelegenheiten der Dictatur der PariserSchneider und Putzmacherinnen unterwirft, so ist die Putznärrin regelmäßig auch eineModenärrin, die mit Aufopferung der Rücksicht auf das Bequeme und das wahrhaftSchöne, ja selbst auf die Gesundheit die monströsesten, auch den wohlgestalteten Körperentstellenden Moden initmacht. In dieser Beziehung hatten Rousseau und die Philan-thropen Recht, als sie der unsinnigen Kleidung der Kinder den Krieg erklärten undvon ihren Anstalten aus für Verbreitung einer einfachen, naturgeinäßen Tracht wirkten.Aber es gehört eine gewiße Selbständigkeit des Urtheils und des Willens dazu, gegenden Strom zu schwimmen; Institute und Verabredungen zwischen den Eltern könnendie Sache erleichtern.
Elementarschule. In einigen Gegenden Deutschlands wird unter Elementar-schule überhaupt die Volksschule verstanden. Dieser Gebrauch des Wortes ist da-durch, daß die Unterrichtsweise in der Volksschule eine wesentlich elementarischc seinmuß, zwar erklärt, aber nicht gerechtfertigt, wie sich schon aus dem Umstande ergiebt,daß auch höhere Anstalten, Gymnasien, Realschulen und Gewerbeschulen, zu ihrervollständigen Organisation besonderer Elementar- (oder Vor-) Schulen bedürfen. DieElementarschule im engeren und eigentlichen Sinne als Schule der An-fänger (Grundschule, Urschule rc.), in welcher die Elemente aller menschlichen Bil-dung dem Kinde dargcboten und die elementarische Unterrichtsweise in ihrer reinstenund einfachsten Gestalt geübt werden soll, ist die erste Stufe jeder Schule, der Volks-schule, wie der höheren Schulen. Nur in diesem engeren Sinne soll in dem vor-liegenden Artikel von der Elementarschule die Rede sein.
Die Antwort auf die Frage, welches die Aufgabe der Elementarschule sei, wirddurch die Vieldeutigkeit dessen, was im Unterricht Element genannt und als cle-mentarisch bezeichnet zu werden pflegt, erschwert. In den meisten Schriften überden Gegenstand wird das Wesen des elementarischen Unterrichts als bekannt voraus-gesetzt; aber umsomehr fragt es sich, was unter den Elementen des Unterrichts eigent-lich zu verstehen ist. Die ursprüngliche Bedeutung von olsmgntum ist freilich un-bekannt; nur das wissen wir, daß schon bei Cicero das Wort sowohl von den An-fangSgründen des Unterrichts, wie von den Urbestanvtheilen der Körper gebrauchtwird. Es liegt daher die Vermuthung nahe, daß Llsiusutu bei den Römern ur-sprünglich nichts anderes als die einzelnen Buchstaben der Alphabetrrihe bedeutete.Die Kenntnis der Buchstaben, die Kunst zu lesen, mußte ja von dem Augenblickean, wo es eine Schrift gab und wo diese allen Austausch des Wissens bedingte, alsder Anfang alles Lernens und Wissens erscheinen. Aber soferne von diesem concreteuPuncte aus der Begriff der Anfangsgründe unbegrenzt erweitert und auf alle mög-lichen Objecte der realen und idealen Welt übertragen werden kann, so fragt sichnicht bloß, welche Dinge sind als Elemente des ersten Unterrichts anzusehen, sondernauch, wie weit sind sie es und wo hören sie auf, es zu sein? Sollte sich z. B. dieElementarschule auch nur auf das Lesen beschränken, so würde doch die Kunst 'zu lesenin einem steten Fortschritte zu höherer Vollkommenheit gedacht werden können, undwir würden sogleich die Grenze, bis an welche die Elementarschule zu gehen habe,ins Auge fassen müßen. Es ergiebt sich hieraus, daß der Begriff des Elementeseiner näheren Definition bedarf. Für den Unterricht in allen Wissenschaften giebtes einen elemcntarischen Theil, dessen Eigenthümlichkeit darin besteht, daß er nochnicht die Wissenschaft als solche lehrt, sondern erst die Möglichkeit,sie zu lehren, anbahnt. Dieser vorbereitende Unterricht soll dem Schülernicht die Güter und Bcfltzthümer des menschlichen Geistes selbst schon zuführen, nicht dmInhalt des Wissens selbst überliefern, sondern nur die Mittel darbieten, durch welchealle nothwcndige Erkenntnis angeeignet werden kann. Die Elementarschule sollalso den Menschen bildungs- und unterrichtsfähig machen, indem siein ihm die Empfänglichkeit für geistige Erkenntnis erst erweckt, ihm die nothwendig-sten Mittel des geistigen Verkehrs darbietet, und ihn in den Stand setzt, sich mit denBedingungen seines Lebens überhaupt zu verständigen.
Wenn demnach vom Elementarunterricht alle Besonderheit der berufs-mäßig en Bildung und alle eigentlich wissenschaftliche Behandlung desUnterrichtes ausgeschlossen ist, so muß derselbe sich gleichwohl nothwendig an gewiße
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