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Das Chronikon des Konrad Pellikan zur vierten Säkularfeier der Universität Tübingen
Entstehung
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(S. 94, ioi ff.) Natürlich fand dieser naive Vorschlag, von dessenDurchführung sich Pellikan in allem Ernst viel versprach, keineBeachtung. Dagegen wurde er in Ruhe gelassen, und erst der Rufnach Zürich half ihm gänzlich aus dem Ordenskleid, mit dem dieBande der Gewohnheit den unpraktischen Mann mehr noch als Andereverknüpft hatten.

Doch behielt Pellikan sein Leben lang für die alten Kloster-brüder Und für die Ordensleute überhaupt ein warmes Interesse. EinBeispiel hievon verdient hier schon desshalb angeführt zu werden,weil das Chronikon die Begebenheit verschweigt. Joh. KesslersSabbata (Ausgabe von Götzinger II, 441) erzählt Folgendes:1536Heumonat ritt Diethelm Abbt von St. Gallen und mitt im H. OttmarGlus Statthalter zu Wil gen Zürich. Wyl das Cfinrad Pellicanus alldavernommen, ist er uss hertzlichem Yfer und Brunst zu inen keret,sich mitt inen der Religion halben ze besprechen und ainen abbtdes alten Stands sines clausters alls vor ziten ainer behusung vilergelerten männer ze erinnern, ob er jenen zu einer reformierung oderbesserung desselbigen hette bewegen mögen etc. Aber spöttlichantwurt empfangen. Pellikan selbst hielt den Vorgang für wichtigund bezeichnend genug, um seinem Freunde Vadian ausführlichdarüber zu berichten (22. Juli 1536; s. Sind. Samml.):

Casus mihi incidit cum abbate vestro, cui dudum pro refor-matione Christianae religionis scribere volueram; nuper autem prae senteeo, spiritu certe non malo impulsus, solus eum adii in hospitium.Admissus autem in colloquium, praesente quodam monacho Othmaro,praefando benevolentiam captabam, quod ignotus et humilis 1 ). S.auderem interpellare; nihil intenderem, nisi sanctum, utile et statuisuo vere gloriosum, qui, ut fuissem diu monachus et Benedictiniordinis semper amator, dolerem, monasteria prisca et religiose insti-tuta ad ecclesiae profectum, passim nunc subverti, dicipi et in pro-fanos usus rapi. Id cum timerem S. Gallensi monasterio celeberrimo,in quo olim viguisset eruditio et pietas vere Christiana, nunc credereminveniri posse opportunitatem restituendi illius statum in primaevamsanctimoniam, scilicet si resumerent studium S. Litterarum, unice