EINLEITUNG.
A. LITTE RARI SCH ES.
/. Die Handschrift und ihre gegenwärtige Veröffentlichung.
Die Handschrift, welche hier zum ersten Mal vollständig zumAbdruck gelangt, befindet sich auf der Zürcher Stadtbibliothek undist mir von der Aufsichtsbehörde derselben mit gröster Bereit-willigkeit zur Verfügung gestellt worden. Es ist ein mit der SignaturA. 138 versehener, in Pergament gebundener massiger Quartband.Die engbeschriebenen Blätter sind von Pellikan selbst am unternRand mit den Nummern 1 bis 76 bezeichnet, und oben an der erstenSeite steht der Titel: Chronicon C. P. R. ad filium et nepotes 1544.Die Schriftztige sind in dem Hauptbestandtheil der Chronik, wennauch nicht gerade sehr deutlich, so doch sauber: auf den letztenBlättern dagegen tragen sie — wie übrigens auch der Inhalt — denCharakter flüchtig hingeworfener Tagebuchbemerkungen an sich.Pellikan hatte nämlich den Bericht über seine Erlebnisse bis 1545in den Ja hren 1 543 und 1 544 mehr oder weniger aus einem Gussniedergeschri eben, den Schluss dagegen hat er mit zitternder Greisen-hand Jahr für Jahr nachgetragen. Das letzte Ereigniss, das er be-richtet, fällt in den Herbst 1555. Die kurze Notiz Uber seinen Todund über die YViederbesetzung seiner Professur ist von der nämlichen