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wie sie in verschiedenen Sammelwerken (Athenae rauricae, Ruchat,Niceron, L. Meister, helvetische Kirchengeschichte von Hottinger,helvetisches Lexikon von Leu u. A.) sich finden, sind von eigent-lichem Werth bloss der kurze Artikel „Pellikan“ von Hagenbach inHerzogs Realencvklopädie XI und die gediegene Arbeit von Escherbei Ersch und Gruber III, XV.
ß. BIOGRAPHISCHES.i. Der Hebraist.
In Thomas Murners Kirchendieb- und Ketzerkalender steht beim20. Brachmonat: „Pellicanus ein observantischer abtriniger ketzerund ein apostata in dryen sprachen.“ Als ein besonderes MerkmalPellikans galt mithin auch dem entschiedensten Gegner die um-fassende Spraehgelehrsamkeit und zwar namentlich seine Kenntnissder Sprache des alten Testamentes, deren Erlernung zu jener Zeitmit den grösten Schwierigkeiten verbunden war. Schon das Studiumdes neuen Testamentes in der Grundsprache war in Pellikans Jugend-zeit sehr erschwert. Ludwig Lavater erzählt a. a. O., er habe seinengreisen Lehrer mehr als einmal sagen hören, in seiner Jugend habeman in ganz Deutschland kein griechisches Testament auftreibenkönnen, auch wenn man es hätte mit Gold aufwägen wollen, undjetzt besitze jeder Schüler sein eigenes Exemplar. Ungleich schlimmerwar derjenige daran, der das Studium der hebräischen Sprache be-treiben und damit ein trilinguis werden wollte. Der Abschnitt desGhronikons S. 14 ff., in dem Pellikan erzählt, wie er die erstenSchwierigkeiten überwunden habe, gehört zu den Interessantesten.Doch enthält das Chroniken auch ausserdem eine Fülle von Beiträgenzur Geschichte der hebräischen Studien. Was Pellikan einmal mitso grosser Energie begonnen, das führte er unermüdlich fort bis indie letzten Tage seines langen Lebens. Ueber manche Einzelheiten