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grammaticam mihi scriberem ante alios omnes, jam a 35 annis com-mentaria Rabbinorum majori cum labore intelligere didici.“ Damitwäre nun wohl die Abfassung, aber noch nicht geradezu die Ver-öffentlichung einer Grammatik ante alios omnes bewiesen. Allein,es wird doch einmal Jedermann höchst unwahrscheinlich Vorkommen,dass der von Gregor Reysch um der hebräischen Grammatik willenzu Pellikan abgesandte Marjin Obermüller mit leeren Händen solltenach Freiburg zurllekgekehrt sein. Zudem fand ich in der Bibliothecauniversalis des Konrad Gesner a. a. O. folgende Stelle: anno se-quenti (i. e. 1501) grammaticam scripsit congessitque dictionariumliebraicum in gratiam Gregorii Reischii Carthusiani Friburgensis, adjecitet methodum proficiendi in ea lingua, quam postea Groningerustypographus Argentinensis una cum Margarita philosophica publicavit.Reliqua vero non quidem excusa, cum id temporis Hebraici characteresnondum extarent, sed amicis aliquot communicata sunt. Ich giengalso auf die ältesten Ausgaben der Margarita philosophica zurück,und siehe da, schon in der ersten fand ich, freilich durch den Druckvon dem übrigen Text unterschieden, die Schrift, betitelt: de modolegendi et intelligendi hebraea, Basileae MDIII. Es muss also dieGrammatik Pellikans, welche in den spätem Schott’schen und Grii-ninger’sehen Ausgaben der Margarita als integrirender Bestandteilerscheint, zuerst separatim gedruckt und nachträglich einzelnenExemplaren der ersten Auflagen von Reyschs interessantem encyklo-pädischem Werk 1 ) eingefügt worden sein. Diese Ansicht wird be-stätigt durch eine Notiz in den Reisebriefen des Jakob Jonas Björn-stahl, Band V, S. 343 : „in der Büchersammlung der Benediktiner zuKöln sahen wir Conradus Pellicanus de modo legendi et intelligendiHebraea, Basileae MDIII in Quart. Dies ist ein seltenes Buch undeine von den ältesten gedruckten hebräischen Sprachlehren. Das
') Eine monographische Behandlung desselben würde sich in hohemGrade lohnen. Was Schreiber in seiner Arbeit «die Karthause bei Freiburs:»und in seiner Geschichte der Universität Freiburg darüber beibringt, ist be-sonders bibliographisch ungenügend.