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Russisch- Bermtttlunqsversuche.
abgefaßt sei; dieser neue Beweis des freundschaftlichen Vertrauensvon Seiten des Königs werde von seiner hohen Herrin sehr hochausgenommen werden; dock bitte er um Erlaubniß, dem Ministereinen Gedanken zu unterbreiten, der ihm über diesen Gegenstandgekommen und den er anssprechen wolle, nicht als Gesandter,sondern als ein eifriger Diener, der zugleich dem Könige auf-richtig und treu ergeben sei, und nichts lebhafter wünsche, alsdaß es ihm gelingen möge, die Einigkeit, welche zwischen denbeiden Höfen bestehe, durch die engsteil Bande in unlöslicher Weisezu verknüpfen. Der König habe ein sicheres Mittel in Händen,um sich die Kaiserin ans immer zu verbinden: wenn Derselbe indem Briese, den er an die Kaiserin zu richten willens sei, dieselbeeinlade, an den Friedensvcrhandlungen theilznnebmen, sei es alsBundesgenossin, sei es als Vermittlerin, so werde selbige sieb da-durch auf's höchste geschmeichelt fühlen; das sei eine von jenenAufmerksamkeiten, welche tief empfunden und nimmer vergessenwürden; wenn eine derartige Einladung vom König ansgehe, be-vor man in Petersburg von Wien ans über die Unterhandlungenin Kenntniß gesetzt werde, so würde sie einen doppelten Werrhhaben; der gegenwärtige Moment sei ein solcher, der sich niewiederfinde, wenn man ihn außer Acht lasse; er hoffe, der Königwerde ihm seine Freimüthigkeit nicht übel deuten, er habe keinerleiAuftrag von seinem Hofe, könne einen solchen auch nickt erhaltenhaben, glaube jedoch dem Könige, der ihn mit so vieler Güteüberhäuft, eS schuldig zu sein, ihm einen Gedanken von so un-berechenbarer Wichtigkeit nicht zu verschweigen; ein enges Bündnißzwischen dem Könige »nd der Kaiserin von Rußland sei das wahreund einzige Mittel, einen festen und dauerhaften Frieden zu Standezu bringen; der Wiener Hof werde sein Ziel nicht ans den Augenverlieren und nach abgeschlossenem Frieden den ersten besten Zeit-punkt von Eifersucht oder Mißverständniß benutzen, um die jetztgescheiterten Absichten wieder zu verfolgen ; wenn jedoch die Kaiserin