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Der Hubertusburger Friede : nach archivalischen Quellen
Entstehung
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Schnftcnwcchsc! zwischen Prcußc» und Sachsen. 101

worden, sprach der österreichische Minister darüber sich folgender-maßen auü:Mit so viel äußerster Rührung er das harte undunerhörte preußische Verfahren in Sachsen vernehme, so sehrerfreue ihn dagegen, daß von Seiten des königlich chursächsischenHofes demohnerachtet die gedachten Propvsitionen mit einer sol-chen Mäßigung und Präcision gefaßt worden, wie sie mit dendermalen vorliegenden Umständen übereinstimmten; daß er alles,was dieselben enthielten, vollkommen billig und begründet finde,und daß daher der Dresdner Hof nicht nur zuverlässig versichertbleiben dürfe, daß man solches von österreichischer Seite möglichstwerde unterstützen lassen, sondern daß er sogar im Namen IhrerMajestät der Kaiserin-Königin declarirc, daß, was auch der Königvon Preußen in Ansehung des mit Höchstdemsclben zu schließendenFriedens sonst Annehmliches anbieten könne, sic doch mit Hintan-setzung Dero eignen Interesses alles so lange ausschlagen werde,als er sich nicht vorher mit dem chursächsischen Hofe gesetzt unddieser bezeuget habe, daß er es dabei beruhen lassen wolle; daßin Folge dessen der Hofrath von Collenbach theils schon instrnirtsei, theils noch weiter instrnirt werden solle, seine Fiual-Ertlärungnach derjenigen des Baron von Fritsch lediglich abznmesscn, unddaß, da mithin Jhro Majestät die Kaiserin-Königin keine größereProbe, wie nahe ihr daS Interesse des königlichen ChurhausesSachsen am Herzen liege, zu geben wisse, als daß sic indessen Hände resignire, ob dem Krieg ein Ende gemachtoder selbiger fortgesetzt werden solle, Alles nunmehr darauf beruhe,daß mau von Seiten desselben wohl und reiflich mit sich selbst zuRathc gehe, welche von diesen beiden Eventualitäten vorzuzichensei, um darauf hin den Baron von Fritsch mit solchen definitivenAnweisungen zu versehen, damit, was solcher dem Hosrath vonCottenbach erkläre, diesem zur Richtschnur diene, ob er-schließen oder die Unterhandlung anfhalten oder gar abbrechensolle. Hierin werbe und wolle man sich nun dem Befinden und