86 Schriftenwechsel zwischen Preußen und Sachsen.
keine von derselben handelnde Bücher kenne, zur Hand habe, nochzn erlangen weiß. Der Herr von Collenbach und der ihm zu-gegebcne Herr von Lederer sind von dergleichen recht umschanzet,wie ich beh der Erörterung der verlangten UeutrnlitLts-^ets mehrals hinlänglich erfahren. Trost und Nath von ihnen zu erwarten,würde wohl nicht rathsam, noch auch hinlänglich sehn, meine Zeitauch nicht zureichen, wenn ich alle Aufmerksamkeit auf Besorgungdes Hauptgeschäfts wenden soll. Ich muß derohalben mein untcr-thänigstes und inständigstes Suchen wiederholen, mir den HvfrathGutschmid, sobald nur immer möglich, zuzugeben, damit ermir durch seine beh Gelegenheit des iutsuäirten AugsburgeroonA-rssscs geschöpfte mir bekannte große Einsicht und Fähig-keit, auch beh der Arbeit mit der Feder zu Statten komme.Es ist mir schlechterdings unmöglich, beh meinem Alter alles,wie ich wünsche, allein zu besorgen, und die Fehler zu ver-meiden, welche mir beh dem größten Eifer zu Schulden kommenkönnten."
Dein alten Herrn ward dieser Wunsch nunmehr sofort gewährt,und ein Rescript des Churprinzen vom 29. December nvrmirtedie Stellung des neuen Adjuncten in folgender Weise: „MeineAbsicht hiebet) gehet dahin, daß er zwar nicht ordentlicher Weiseals zweiter Bevollmächtigter sich Z-sriren, auch weder die zu er-stattenden Berichte, noch den künftigen Trnetnt selbst unterzeichnen,jedoch dem Herrn Geheimen Rath sowohl mit eoirsiliis als sonstwerkthätig U88i8t6nz leisten, auch wenn es in diese Wege zu rich-ten, so oft nöthig denen Loukörenren beywohnen und demselbendarinnen uotullän uotiren Helsen; wo mir in pre88nuten Fällenmündlich rumort abzustatten, sich der Reisen anhero unterziehen,und wenn des Herrn Geheimen Raths Gegenwart zu Leipzig nöthigsehn dürfte, und das Ermessen davon lediglich Ihnen überlassenbleibt, desselben Stelle einsweilen beh seiner Abwesenheit zuHubertusburg vertreten möge."