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Hubertusburg.
ward nach einigen Tagen noch durch eine besondere NcutralitätS-Actc vermehrt
Am 29. December traf der als preußischer Bevollmächtigterberufene Geheime Rath von Hertzberg in Hnbertnsburg ein. Diemit dem wichtigen Geschäft betrauten Männer waren nun an demOrte ihrer Thätigkeit vereinigt.
Der sächsische Bevollmächtigte, Thomas Freiherr von Fritsch,war der Sohn eines zu seiner Zeit berühmten Leipziger Buch-händlers. Geboren im Jahre 1700, hatte er Jurisprudenz stndirtund dann viele Reisen in Deutschland, England und Frankreichgemacht, war längere Zeit als Hof- und Justizienrath angestclltgewesen und vielfältig zu diplomatischen Missionen in Wien undParis verwendet worden. Vom Kaiser Carl VI. ward er 1730in den Adelstand, und vom Kaiser Carl VII. in: Jahr 1742 inden Freiherrnstand erhoben; der Letztere berief ihn auch als wirk-lichen Rcichshvfrath. Nach dem Tode dieses unglücklichen Fürstenward er vom Kaiser Franz I. im Jahre 1745 znm Reichs-Pfennig-meister im ober- und niedcrsächsischen Kreise ernannt und erhieltzu gleicher Zeit von seinem Landesherr» den Titel eines GeheimenRaths. Er hatte sich zu zwei verschiedenen Dealen ans demsächsischen Staatsdienst zurückgezogen, weil er sich mit der Ver-waltung des Grafen Brühl nicht befreunden konnte. Währendder letzten Jahre des siebenjährigen Kriegs hatte er jedoch seineBeziehungen mit Warschau wieder angcknüpft, in einer Reihe vonBriefen an den Grafen Brühl ans den wahrhaft verzweiflungs-vollen Zustand der sächsischen Lande aufmerksam gemacht und dieMittel und Maßregeln angedeutet, die sofort nach dem Friedenergriffen werden müßten, um dem völligen Ruin des Landes vor-zubeugcn. In Folge davon war er im April 1762 zum Präsi-denten einer Commission ernannt worden, welche nach seinen Vor-
0 Beilage I).