Hubcrtusburg.
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Fenster und Pargnetböden wurden durch jüdische Handelsleute nachLeipzig und weiter geschafft; die kupferne Schloßbedachnng wardabgerissen; nicht einmal die eisernen Treppengeländer blieben zu-rück. Was nicht mitgenommen werden konnte, wurde zerstört;dasselbe Schicksal batte der schone Garten; nur die Kapelle bliebverschont.
In so traurigem Zustande befand sich der Schauplatz, aufwelchem jetzt dureb eine sonderbare Berschlingung der Umständedas ersehnte Friedenswerk zu Stande gebracht werden sollte.
Dem sächsischen Bevollmächtigten lag natürlich die Verpflich-tung ob, dafür zu sorgen, daß mit den zur Verfügung stehendenMitteln möglichst gut der neuen Bestimmung entsprochen werde.Das Hauptgebäude bot in dem dermaligen Zustande zur Beher-bergung der unerwarteten Besucher keine Gelegenheit. Es schließtsich jedoch an die Morgenseite des Schlosses ein Kreis von Pa-villons, welche zur Aufnahme der verschiedenen Dienerschaftenu. s. w. benutzt worden waren und die auch jetzt noch bewohntwurden. Die beiden bcsteiugerichteten Pavillons wurden für diefremden Gesandten bestimmt; der österreichische bezog sofort dieZimmer, welche bis dahin ein Kammerherr von Fenlner innegchabtbatte; für den preußischen Bevollmächtigten ließ Fritsch dieWohnung des Jnspectors Goetze einrichten. Er selbst nahm einpaar Zimmer bei dem Bcttmeister für sich in Beschlag, und dadiese sehr eng waren, die Konferenzen aber doch bei dem sächsischenBevollmächtigten gehalten werden mußten, so vermochte Fritschden Kammerherrn von Schnlenburg, seine zwei großen Zimmer,die derselbe mit eigenem Mobiliar versehen hatte, zu diesem Zweckeeinznränmen. Die versprochnermaßen abgeordneten zehn Feldjägerstellten sich zur festgesetzten Zeit ein und begannen ihren Auftragmit großem Nachdruck anszuführen, so daß man auf die voll-kommenste Sicherheit und Ruhe in diesem vor allen Truppen-märschen bewahrten Orte getrost rechnen tonnte. Diese Sicherheit