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Der Hubertusburger Friede : nach archivalischen Quellen
Entstehung
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Von Dresden bis Wermsdorf.

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Brief der Churprinzessin an die Kaiserin unterstützt zu werden; eshalf aber alles nichts. Blau blieb dabei, hervorzuhcbcn, daß dieseEntschließung sicher nicht ans leerer Vnnitö und Liebe zur Eti-qnette herrühre; man habe dabei neben der nothwendigen Rücksicktauf die Würde großer Hofe, besonders die Mißbräuche erwogen,die der König von Preußen nach seiner Art zu denken und zuhandeln zum größten Nachthcil für den kaiserlichen wie für denpolnischen Hof daraus ziehen werde, nur sich in den Augen vonganz Europa als Friedensdictator darzustellen. Daneben wardauch jetzt wieder die Versicherung erneuert, daß die Instructionendes kaiserlichen Bevollmächtigten alles in sich faßten, was manvon Seiten des Dresdner Hofes als Wunsch und Verlangen zuerkennen gegeben.

Die erregten Wellen glätteten sich jedoch nach und nachwieder, als man erfuhr, daß der kaiserliche Bevollmächtigte nochunterwegs sich eines andern besonnen habe und in Wermsdorfliegen geblieben sei'); so war doch dieser der unangenehmen Noth-wendigkeit überhoben, seine eigenen Schritte zu desavouiren.Und mit nicht viel geringerer Befriedigung ward die Nachrichtbegrüßt, daß der König von Preußen mit der Wahl dieses Ortssich einverstanden erklärt. Man fand darin eine Rechtfertigungfür den kaiserlichen Hof, die Zusammenkunft in Leipzig so schlechter-dings verworfen zu haben;jetzt könne die Unterhandlung mitweit mehr Ordnung und Gelassenheit eröffnet werden, als wennman bei allzu naher persönlicher Gegenwart des Königs beständigneue Ueberraschungen oder gar Jntimidirnngen, woran er so sehrgewöhnet, zu befürchten gehabt hätte."

>) Bericht des Grafen Flemming vom 29. Dec. 1762.