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Erste Eröffnungen.
dagegen könne es keinem Zweifel unterliegen, daß die weitläufigenStaaten der Kaiserin-Königin zur Verstärkung und Recrntirungder Armee über den Bedarf im Stande seien, und man dahermit den eigenen inncrn Kräften den Krieg ungleich länger fort-setzen könne, als dies dem Gegner möglich sein werde.
Die Kehrseite dieser ofsiciösen Betrachtungen war jedoch fürHeide Theile gewichtiger. In Wien sah man sich Vergehens umnach Mitteln, die unumgänglich nöthigen Gelder zusammenzubringenund die Schwierigkeiten zu besiegen, welche sich der Anschaffungder erforderlichen Magazinvorräthe entgegcnstellten. Die Lage deröffentlichen Angelegenheiten in Europa ließ auch keine Hoffnungauf eine günstigere Gestaltung der Dinge anfkommen. Denn ab-gesehen von dem passiven Verhalten Rußlands, waren ganz neuer-lich, am 3. November, zu Fontainebleau Friedenspräliminarienzwischen Frankreich und Großbritannien unterzeichnet worden, inderen 13. Artikel die paciscirenden Mächte allen fernem Hülfs-leistnngcn bei Fortsetzung des Kriegs in Deutschland entsagten.Diese Bestimmung war weit nachthciliger für Oesterreich als fürPreußen, und beendete eine Allianz, auf welche allein der WienerHof die Hoffnung einer Wiedereroberung von Schlesien gründenkonnte.
Gründe von nicht geringerem Gewichte bewogen aber auchden König von Preußen, die ihm entgegengctragenen Friedens-aussichtcn in der Weise zu begrüßen, wie dies aus seinem Memoireerhellt. Der königlich preußische General von Tcmpelhoff^) schil-dert den damaligen Zustand folgendermaßen: „Der König wünschteden Frieden mit Sehnsucht. Seine Länder waren verwüstet, vonjunger Mannschaft entblößt, und seine Hülfsmittel so erschöpft,daß er sich gcnöthigt gesehen hätte, zu ganz außerordentlichen undihm selbst gehässigen Mitteln aller Art seine Zuflucht zu nehmen,
>) Geschichte des siebenjiihr. Kriegs, Bd. 6, S. 250.