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Der Hubertusburger Friede : nach archivalischen Quellen
Entstehung
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Erste Eröffnungen.

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St. Maj. den König Von Pohlen treulichst und ausführlichst Be-richt erstattet werden, und der Geheime Rath von 8nul damit so-fort nach IVnrselinu abreisen solle, als man hie auf das vonSeiten der Gcsandtschafft unverzüglich zu überreichende Uro blemori ndie verglichene Antwort zu ertheilcn werde beliebt haben')."

Der solchergestalt verabredete ofsicielle Schriftenwechsel fandnunmehr statt. In einem Promcmoria vom 8. November wieder-holte der Graf Flemming die Vorstellungen von dem bedrängtenund kläglichen Zustande der sächsischen Erblande, bezog sich ansden guten Eingang, den ähnliche Vorstellungen beim königl. fran-zösischen Hofe gefunden, und erwähnte, daß eine weitere Fort-setzung des Krieges, welcher Art auch die Erwartungen und Hoff-nungen sein möchten, die man davon hege, für Sachsen nur nochmehr Schaden und Verderben mit sich führen werde, so daß mankönigl. polnischer SeitS sehnlichst zu wünschen Ursache habe, esmöchten die hohen alliirtcn Höfe zu alle dem, was zu einem bal-digen, annehmlichen, anständigen und billigen Frieden den Wegeröffnen könne, die Hand bieten.

In der Antwort vom 9. November betonte der Graf Kaunitz,daß die Kaiserin niemals von einem billigen und anständigenFrieden entfernt gewesen, unter Hinweisung auf verschiedeneAeußerungen, die man seit einiger Zeit sowohl an den französischenund durch diesen an den englischen Hof, wie auch an den ver-ewigten russischen Kaiser Peter III. und an die jetzt regierendeKaiserin habe gelangen lassen; wohingegen die eigentliche Ge-sinnung des Königs in Preußen, sowohl in Ansehung der Formals der Sache selbst, vollständig unbekannt geblieben sei. DieKaiserin wolle jedoch, in dircctcr Erwiederung des chursächsischenPromemoria die deutliche Erklärung hiemit erneuern,daß IhreMajestät nicht nur zu Stifftnng eines baldigen, billigen und

) Bericht des Grafen Flemming vom 10. November 1762.