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Einleitung.
Neuendorf, Niederschöna, Mohorn, an der Triebsche entlang überLampertSdorf nach Naustadt und an die Elbe bei Scharffenberg;an der Elbe entlang bis Meißen; dann jenseits der Elbe überOkrylla, Jessen, Geißlitz, Kunersdorf, Claußnitz, Königsbrück,Kamen;, Uebigau, Neudörfel, Klein-Bautzen, Wrissenberg, Neichcn-bach, Nadmeritz, Mark-Lissa, Greifcnberg, an der Queis entlangbis an daS Riesengcbirge und die schlesische Grenze. Alle benann-ten Ortschaften und was hinter ihnen belegen, stand zur Dis-position der preußischen Armee; was hingegen vor diesen Oerternnach Böhmeil zu lag, verblieb der kaiserlich-königlichen Armee.
In diese Convention waren die Länder der deutschen Neichs-sürsten und das Reichsheer nicht mit eingeschlossen. Dies setzteden König von Preußen in die Lage, einen Thcil der nunmehrverfügbaren Truppen unter Kleist in Franken und Bayern einfallenzu lassen, um dadurch den Abfall verschiedener Neichsfürsten vonder Allianz gegen Preußen zu veranlassen. Das Kleist'sche Corpsstreifte bis an die Thore von Regensburg, brandschatzte Bamberg,Nürnberg, Windsheim, Rothenburg a. d. Tauber und zog sich imDecember über Koburg, Hildburghausen und Arnstadt nach Erfurtzurück. Die österreichische Armee, durch den Waffenstillstand ge-bunden, sah diesem Handstreich ruhig zu; die Stände des Reichsmußten somit eine sehr klare Vorstellung von der Loyalität desWiener Hofes erhalten, der sie nach sechsjähriger Kriegführung fürösterreichische Interessen hülflos dem mächtigen Feinde überließ,und sie dadurch zwang, die dargebotene Neutralität anzunehmen.ES ist mehr als wahrscheinlich, daß Oesterreich auf diese Weisesich seiner Zusicherung einer völligen Schadlvshaltnng der Reichs-stände entledigen wollte.
So standen die Sachen, als am 6. November der Königvon Preußen sein Hauptguartier nach Meißen verlegte.
Das Hauptquartier der in Sachsen verbliebenen österreichischenArmee war in Dresden. Dort befand sich auch der Churprinz