Als Riego endigte betrachtete ihn Falkland miteiner Mischung von Mitleid und Bewunderung. Soverwildert und nüchtern der Geist dieses hoffnungs-losen und mit der Welt zerfallenen Manne« war,fühlte er doch etwas von verwandter Glut bei derergreifenden, heiligen Begeisterung des Patrioten,dem er zugehört hatte; und obgleich es im Wesenseiner Fiwsofie lag, die Reinheit der menschlichenTriebfedern in Zweifel zu ziehen und die lebhafterenAufwallungen, welchen er selbst abgestorben war, znbelächeln: beugte er doch huldigend seine Seele vorden Grundsätzen deren Heiligkeit er anerkannte, undvor der brennenden und rastlosen Hingebung, womitihre Vertheidiger sie hegten und behaupteten. Falk-laud hatte sich den Sonstitutionellen mit Achtung aberohne Eifer für ihre Sache, angeschlossen. Er ver-langte Aufregung: woher sie kam, daran lag ihmwenig. Er stand in dieser Welt — rin Wesen dasin alle ihre Wechsel hineingezogen wurde, alle ihrePflichten durchmachte, und wie von einer höher»blinden Macht nmfortgcrissen, an allen Ereignisseneinen beherrschenden Antheil nahm, aber dessen Ge-danken und Seele wie einem andern Planeten ent-stammt waren, in menschliche Bildung cingekerkertund verlangend nach ihrer Heimath.
Im Weiterreiten fuhr Riego fort mit jenem un-klugen Mangel an Zurückhaltung zn sprechen, wieihm die Offenherzigkeit und Wärme seines WesensDnlwer's Romane. XI-VI. 4